Börse in Frankfurt Dax stabilisiert sich wieder

Die Anzeigetafel mit dem Kursverlauf spiegelt sich im Handelssaal der Frankfurter Börse im Schriftzug "DAX". Foto: Christoph Schmidt Foto: dpa

Am Mittwoch konnten Anleger am Dax wieder aufatmen: Am Nachmittag stieg der deutsche Leitindex auf 12.502 Punkte und erholte sich damit von seinem Einbruch der vergangenen Tage. 

Frankfurt/Main - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch nach den jüngsten Kurskapriolen ein Stück weit erholt. Im Schlepptau der am Vorabend gestiegenen Wall Street erholte sich der Dax von seinen Verlusten der vergangenen Tage, die sich mit einem deutlichen Kursrutsch zugespitzt hatten.

Der Leitindex rückte am Nachmittag um 0,89 Prozent auf 12.502,52 Punkte vor. Die Einigung der Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag spielte dabei keine Rolle.

Unter den weiteren Indizes legten die mittelgroßen Werte im MDax 1,58 Prozent auf 25.638,34 Punkte zu. Der TecDax der Technologiewerte rückte sogar um 2,17 Prozent auf 2.533,69 Zähler vor, während es für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um fast ein Prozent nach oben ging. Hilfreich war dem Markt auch der moderat nachgebende Euro.

Dow Jones gibt den Ton an

Die hiesigen Aktienmärkte hängen derzeit stark an der Kursentwicklung auf der anderen Seite des Atlantiks, wo der Dow Jones Industrial am Vorabend einen Teil seines zuletzt erlittenen Kurseinbruchs aufgeholt hatte. Von einer Rückkehr zur Normalität will bisher aber kaum jemand reden. So deuten Indikationen von Brokern auch bereits darauf hin, dass der New Yorker Leitindex am Mittwoch wieder etwas zurückrudern könnte.

Gewinner im Dax war Adidas. Die Aktien profitierten von einer positiven Empfehlung der Experten von Mainfirst mit einem Aufschlag von 4 Prozent. Ein weniger schwungvolles Jahr 2018 sei bei den Aktien des Sportartikelherstellers mittlerweile eingepreist, darüber hinaus bestehe aber Aussicht auf Besserung.

Auch zur Deutschen Bank äußerte sich Mainfirst - hier aber negativ. Die Anteile des Bankhauses büßten als abgeschlagenes Schlusslicht fast 3 Prozent ein. Sie setzten damit ihre Talfahrt nach trüben Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vor.

Zweitgrößter Dax-Verlierer waren die Aktien der Lufthansa. Nach einer Tarifeinigung mit den Beschäftigten im Bodendienst kamen sie mit 0,8 Prozent unter Druck. Ein deutlicher Anstieg der Gehälter passe zum Trend der Branche, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte, kommentierte Analyst Daniel Roeska von Bernstein Research. Klar positiv wertet er aber, dass sich der Konzern nun anderen Themen widmen könne.

Hannover Rück gewinnt 1,9 Prozent

Im MDax waren die Augen auf die Papiere von Hannover Rück gerichtet, die 1,9 Prozent gewannen. Reaktionen auf Aussagen zu den Vertragserneuerungen waren hier bei den Investoren positiv. Der Rückversicherer übertraf im Katastrophenjahr 2017 außerdem seine gekappten Gewinnziele - genauso wie der Mutterkonzern Talanx, dessen Titel sogar um mehr als 3 Prozent vorrückten.

Geschäftszahlen gab es ansonsten vom Lichttechnik-Spezialisten Osram. Die Aktien bauten ihre Gewinne nach einem schwankenden Auftakt auf zuletzt 1,6 Prozent aus. UBS-Analyst Sven Weier sprach von einer "guten Kaufgelegenheit".

Unter den weiteren Nebenwerten machten die Aktien von Delivery Hero im SDax einen Satz nach oben um mehr als 5 Prozent. Der Essenslieferdienst wächst weiter rasant, wie ein Umsatzanstieg im vergangenen Jahr um 60 Prozent zeigt. RBC-Analystin Sherri Malek konstatierte dem Unternehmen gute Fortschritte mit Blick auf die mittelfristigen Ziele.

Der Euro zeigte sich am Mittwoch schwankend. Nach einem frühen Anstieg über die Marke von 1,2450 US-Dollar wurden zuletzt nur noch 1,2338 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag zu einer Tiefphase auf 1,2329 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,46 Prozent am Vortag auf 0,47 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 139,15 Punkte. Der Bund-Future stand kaum verändert bei 158,43 Zählern.

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