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Blatter gegen die Bayern-Spitze Ude stützt Hoeneß: "Absurder Vorwurf"

Interview: Filippo Cataldo, vom 23.01.2012 16:20 Uhr
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und Bayern-Präsident Uli Hoeneß gelten gemeinhin nicht als beste Freunde. Doch im Konflikt mit Fifa-Boss Sepp Blatter stützt Ude den Bayern-Präsidenten. Foto: dpa/dapd
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und Bayern-Präsident Uli Hoeneß gelten gemeinhin nicht als beste Freunde. Doch im Konflikt mit Fifa-Boss Sepp Blatter stützt Ude den Bayern-Präsidenten. Foto: dpa/dapd

Nach den Vorwürfen von Sepp Blatter gegen Uli Hoeneß: Hier verteidigt der Münchner OB Christian Ude den Bayern-Präsidenten: „Gewitzter Botschafter”

AZ: Herr Ude, Fifa-Präsident Sepp Blatter hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß in einem Interview im „kicker” vorgeworfen, maßgeblich mitverantwortlich für das Scheitern der Münchner Olympiabewerbung für die Winterspiele 2018 zu sein.

CHRISTIAN UDE: Das halte ich für eine wirklich abwegige Unterstellung. Der FC Bayern hat sich im Gegenteil sehr für die Olympia-Bewerbung engagiert. Das gleiche gilt für den TSV 1860 und die gesamte DFL, ich erinnere nur an die TV-Spots mit Bundesliga-Spielern. Und Uli Hoeneß hat sich auch mit großem Engagement persönlich für die Bewerbung eingebracht. Er war zum Beispiel beim Besuch der Evaluierungskommission des IOC einer unserer Botschafter, und hat seine Rolle sehr gewitzt und mit großer Kompetenz wahrgenommen.

Blatter glaubt aber, München hätte wegen Hoeneß’ Lästereien im Vorfeld der WM 2010 keine einzige Stimme aus Afrika bekommen...

In der Tat hat es da von Hoeneß einmal eine wenig diplomatische Aussage gegeben, über die wir nicht sehr glücklich waren. Doch aus diesen Aussagen über die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika im Anfang 2010 einen direkten Zusammenhang zu unserer Abstimmungsniederlage in Durban gegenüber Pyeongchang vergangenes Jahr herzustellen, das halte ich für falsch. Das ist ein absurder Vorwurf.

Können Sie das näher erläutern?

Man muss sich nur das Abstimmungsergebnis anschauen (25 Stimmen für München, 63 für Pyeongchang, die Redaktion). Selbst wenn wir bei der Abstimmung in Durban alle zwölf Stimmen aus Afrika bekommen hätten, wäre Pyeongchang immer noch mit Abstand der Sieger gewesen.

Wie bewerten Sie Blatters Vorwürfe?

Ich glaube, das ist nur ein Kampf zwischen Fußballfunktionären, ausgetragen auf dem Rücken der Olympia-Bewerbung. Mir kommt das vor wie ein Schwarzer-Peter-Spiel unter Fußballgrößen.

Kommentare (4)
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JAN
25
08:31 Uhr, geschrieben von FCB
Wer hätte gedacht, dass dieses nette Kerlchen ein Wässerchen trüben konnte?
Wo er doch immer so freundlich ist zu jedermann. Selbst die Schiedsrichter können sich nur an Freudlichkeiten erinnern, die sie mit dem netten Herrn Hoeneß nach Niederlagen des FC Bayern ausgetauscht haben. Gut da gibt es ein paar Journalisten, die fragen ihn immer so komische Sachen - von sich aus sagt er ja Nichts - und da er nicht immer weiß, um was es geht, kommen dabei schon mal komische Antworten bei raus. Da berät er dann den Papst, erklärt Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Quatsch, u.s.f. Aber daran sind nur diese Journalisten Schuld. Denn er gibt seinen Senf ja nur auf Nachfrage zu allem hinzu. Auf diese Weise müssen so ein paar Journalisten, eine schlechte Presse bei den Afrikanern und auch den Europäern generiert haben, die dann München einfach nicht gewählt haben. Der liebe Uli kann da einfach nicht zu. Der ist wirklich nicht dafür verantwortlich, was er sagt.
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JAN
24
12:32 Uhr, geschrieben von Hö
Blatter hat durchaus Recht
Die Aussagen von Hoeneß waren tatsächlich sehr unglücklich und wurden damals von sämtlichen Afrikanischen Tageszeitungen abgedruckt. Jeder der schonmal für längere Zeit in Afrika war, wird das bestätigen können. Die Afrikaner sind sehr stolze Menschen und reagieren auf sowas empfindlich und nachtragend. Ich musste mich damals während eines Marokko-Aufenthaltes für die Aussagen von Hoeneß rechtfertigen. Das zeigt ganz gut, daß ganz Afrika sich von Hoeneß Aussagen angegriffen gefühlt hat. Ob der Inhalt von Hoeneß Aussage in dem Ermessen eines Westeuropäers vielleicht sogar richtig war, sei mal dahingestellt.
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JAN
24
12:27 Uhr, geschrieben von Lilli
Der Ude - und Olympia?
Der Ude ist ausgelutscht: Überall leere Büros - aber kein Wohnraum, weil für Wohnungen "kein Platz" da ist. Im Sport? Was riß dieser Bürgermeister bei den Löwen? Ein Loch auf! Gut, daß er da weg istl. Beim FC Bayern? Wer ist gieriger darauf, in einer Boulevardzeitung zu stehen? Beckenbauer, Effenberg, Hönes, Matthäus oder Breitner? Eine ganz große Liste von Windbeuteln. Doch brachten die es fertig, daß sich niemand mehr die Lobhudeleien von BR Sport anschauen mag. Es ist ganz einfach unertraglich. Ude als Bayerischer Ministerpräsident? Da bekommen wir noch eher den Wowereit!
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