Die deutschen Schüler landen beim neuen internationalen PISA-Schulleistungstest erneut im Mittelfeld. Das berichtet das Magazin "Focus" ohne nähere Angaben unter Berufung auf Schulexperten.

Berlin - Schwerpunkte der Untersuchung, die im Frühjahr 2012 bei mehr als 6000 Schülern im Alter von 15 Jahren durchgeführt wurde, waren diesmal Mathematik und Naturwissenschaften. Die Ergebnisse der Studie werden von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag weltweit vorgestellt.

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An der jüngsten Leistungsuntersuchung haben laut "Focus" 68 Staaten teilgenommen. Bei der ersten Pisa-Studie 2010 mit dem Schwerpunkt Lesen waren es erst 40 Staaten oder Regionen. Das nur mittelmäßige deutsche Abschneiden bei dem ersten Test hatte in der Öffentlichkeit den "Pisa-Schock" ausgelöst. Die Kultusminister hatten daraufhin zahlreiche Schulreformen auf den Weg gebracht, unter anderem einheitliche Bildungsstandards für die 16 Bundesländer.

Die Kultusminister sehen bei den deutschen Schulleistungen seit dem ersten Test 2000 einen deutlichen Trend nach oben. Experten warnen jedoch davor, allein auf die Platzierung der Staaten zu schauen, da inzwischen deutlich mehr Staaten an Pisa teilnehmen. Der Erziehungswissenschaftler und frühere Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz (parteilos), zeigte sich im "Focus" skeptisch, "ob man in der Kurve nach oben eine durchgehende Leistungssteigerung sehen kann". Frühere Pisa-Tests hatten auch stets eine in Deutschland besonders ausgeprägte Abhängigkeit von Bildungserfolg und sozialer Herkunft gezeigt.