Der Bergwerkskonzern Rio Tinto ist wegen milliardenschwerer Abschreibungen in die roten Zahlen gerutscht.

London -  Im Gesamtjahr stand unter dem Strich ein Verlust von 2,99 Milliarden US-Dollar (2,22 Mrd Euro), teilte das britisch-australische Unternehmen am Donnerstag mit.

Vor einem Jahr stand hier noch ein Gewinn von 5,8 Milliarden Dollar. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 19,1 Milliarden Dollar hinter dem Vorjahreswert von 28,5 Milliarden Dollar zurück.

Bereits Mitte Januar hatte der mittlerweile ausgeschiedene Vorstandschef Tom Albanese Abschreibungen von 14 Milliarden Dollar auf das enttäuschende Kohlegeschäft in Mosambik und das Aluminiumgeschäft angekündigt.

Rio Tinto war 2007 groß in das Aluminiumgeschäft eingestiegen. Die Hoffnungen erfüllten sich aber nie. Im Eisenerzgeschäft lief es im vergangenen Jahr besser, die Produktion erreichte einen Rekordwert. Eisenerz ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Stahl. Rio Tinto ist nach der brasilianischen Vale der zweitgrößte Erzexporteur der Welt.