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Beckenbauer bei Gottschalk "Ich bin ein Blindgänger, genau wie der Uli!"

Gunnar Jans, vom 24.01.2012 23:45 Uhr
Ich bin informiert: Thomas Gottschalk zeigt Franz Beckenbauer den AZ-Sport vom Dienstag mit Text über die Blatter-Attacke auf Hoeneß. Foto: AZ Sportredaktion
"Ich bin informiert": Thomas Gottschalk zeigt Franz Beckenbauer den AZ-Sport vom Dienstag mit Text über die Blatter-Attacke auf Hoeneß. Foto: AZ Sportredaktion

Beckenbauer plaudert bei „Gottschalk Live” über die Blatter-Attacke gegen Hoeneß. Der Kaiser outet sich als Internet-Verweigerer, Tommy zeigt die AZ – und schwärmt vom „alten Katschenbeck”

Berlin - Der gern gesehene Gast sollte sich wohlfühlen, und so gab es in der zweiten Sendung bei „Gottschalk Live” Weißwein für den Franz (wo darf man sonst schon mal vor laufender Kamera sich etwas gönnen) und die Abendzeitung als Lektüre. Der Moderator eröffnete den Talk mit Beckenbauer gestern Abend mit dem üblichen Gottschalk-Geplänkel (Tommy: „Franz, hast Du je was falsch gemacht in deinem Leben?” - Franz: „Im privaten schon, aber das erzähl ich hier nicht”). Weiß ja eh ein jeder.

Was Gottschalk üblicherweise nicht weiß, ist, was sich in der Welt des Sports so tut. Diesmal aber, da er sich in seiner neuen Sendung ja auch als journalistischer Fragesteller versuchen will, hatte der Moderator sich vorbereitet. „Franz, die Leute erwarten, dass ich mit dir über Fußball rede. Und ich bin informiert”, sagte Gottschalk also – und holte den AZ-Sport vom Dienstag hervor. „Blatter gegen Hoeneß – Kampf der Alphatiere”, hieß die Überschrift.

„Ich hab’s gelesen, ich komm ja auch drin vor”, sagte Beckenbauer. Thema natürlich: der absurd klingende Vorwurf von Fifa-Präsident Sepp Blatter, Bayern-Klubchef Uli Hoeneß habe mit seiner harschen Kritik an Südafrika als Gastgeberland der Fußball-WM 2010 die Chancen Münchens auf die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018 zunichte gemacht.

Beckenbauer bestätigte, dass er als Wahlkämpfer für München 2018 über die Aussagen von Hoeneß mit dem Präsidenten der afrikanischen Fußball-Föderation CAF gesprochen habe, Präsident Issa Hayatou sei „sehr erzürnt” gewesen. „Ich hab zu ihm gesagt: Ich brauche deine Stimme und die der anderen (Afrikaner, d. Red) musst Du mir auch besorgen. Da hat er gesagt? ’Was willst Du? Meine Stimme und die anderen auch noch? Ja, kannst Du nicht lesen? Ich krieg’ doch dauernd Beschwerden aus München über die WM.”

Und Gottschalk fragte nach, sogar journalistisch: „Also stimmt der Vorwurf von Blatter?” Des Kaisers Antwort: „Es ist richtig. Das Gespräch hat stattgefunden, aber es ist nicht richtig, dass München wegen der fehlenden Stimmen aus Afrika die Spiele nicht bekommen hätte. Nein, das waren die Europäer, die nicht für München gestimmt haben.” Sondern für die südkoreanische Bewerbung. Und damit, so nahm Beckenbauer seinen Bayern-Mitstreiter in Schutz, habe Hoeneß ja nichts zu tun.

So wenig wie mit dem Internet. In „Gottschalk Live” macht der Moderator auf Social Media – doch da war er auch bei Beckenbauer am Falschen: „Na, ich weigere mich, mich mit dem Internet zu beschäftigen. Vielleicht später mal, wenn ich ganz viel Zeit habe, aber das wird dauern. Ich bin da genauso ein Blindgänger wie der Uli.”

Am Ende wurde Beckenbauer noch Zeuge der Gottschalkschen Fußball-Kompetenz. Der TV-Moderator war ja Conferencier der 60. Geburtstagsfeier von Uli Hoeneß. Und berichtete freudestrahlend: „Der alte Katschenbeck saß ja auch da.” Franz: „Schwarzenbeck!” Gottschalk: „Hm, Schwarzenbeck? Ja… wer war dann der Katsche?”

Kommentare (6)
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JAN
26
20:57 Uhr, geschrieben von Erhard
@FCB1900 Ich weiß ja nicht, was Dir aus Nase und Ohren wächst
Dass eine Weltmeisterschaft in Afrika nicht mit einer in Europa oder den USA zu vergleichen ist, war jedem bekannt. Aber auch in Europa und USA werden gelegentlich Menschen umgebracht, ohne dass das die Regel wäre. Auch 2014 in Brasilien wird es mit Sicherheit Probleme geben. Können wir deshalb den Afrikanern oder Südafrikanern das Recht absprechen eine WM auszurichten? Diese Entscheidung hatte nicht Uli Hoeneß getroffen und er hatte da auch keine Mitsprache dabei oder Verantwortung dafür. Nur war er von allen europäischen Vereinsgrößen der Einzige, der laufend Interviews dazu gegeben oder soll man sagen bestellt hat. Die anderen haben den Mund gehalten. Dass das in Afrika nicht gut angekommen ist, hat unseren Selbstdarsteller nicht interessiert, wie er sich auch sonst nicht dafür interessiert, welchen Flurschaden er mit unbedachten Äußerungen anrichtet. Ich glaube nicht, dass das den Ausschlag gegen München als Ausrichter der Winterspiele gegeben hat. Aber er macht das laufend, und das schafft auch dem FC Bayern keine Freunde. Wenn Du gelegentlich zu Auswärtsspielen fährst, weißt Du, wie er in anderen Stadien empfangen wird, und das sind nicht nur Neidhammel, die da zugegeben ebenfalls unfeine Sprüche über ihn raushauen.
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JAN
25
11:46 Uhr, geschrieben von Red Adair
Roger Over Out
Geanu deswegen können sie ihn im operativen Geschäft nicht mehr gebrauchen. Er darf den Franz-Nachfolgekasparpräse spielen und das macht er immer besser, fast so gut wie sein Vorgänger. Ohne Kenntnisse von Computerprogrammen kannst du heutzuge überall einpacken.
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JAN
25
10:10 Uhr, geschrieben von Ingrid Schüßlbauer
Ist das so?
Man darf schlichtweg seine Meinung in diesem Land äußern, so auch Herr Hoeneß. Mit Flurschaden, den du mal benennen solltest, argumentierst du ja auch, das ist nicht die persönliche Sicht deiner Dinge? Völlig unbeeindruckt bin ich auch, dass er sich Feinde gemacht hat, passiert halt auch. Wie im normalen Leben!! Allerdings, wenn man oben steht, finden sich eher welche, die einem ans Leder wollen.
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