Bayern Ude für Abschaffung des Sitzenbleibens
dpa, 18.02.2013 15:21 Uhr
Für die Abschaffung des Sitzenbleibens in seiner klassischen Form hatte sich vor einem Jahr auch der Bayerische Philologenverband (bpv) ausgesprochen.Foto: dpa
Unsinnig oder pädagogisch wertvoll? Das Sitzenbleiben scheidet die Geister. Christian Ude will diese Form der Bestrafung schnellsmöglich abschaffen.
München – Nach der Abschaffung des Sitzenbleibens in mehreren Bundesländern verlangt SPD-Spitzenkandidat Christian Ude einen Verzicht auf das Wiederholen auch in Bayern. „Ich habe es schon in meiner Schulzeit nicht begriffen, warum Mitschüler, die in einigen wenigen Fächern nicht mitkommen, alle Fächer wiederholen müssen“, sagte Ude am Montag in München. „Inzwischen ist herrschende Meinung auch in der pädagogischen Literatur, dass das Durchfallen unsinnig ist.“
Ude kritisierte, dass Schulminister Ludwig Spaenle (CSU) sich bislang gegen eine Abschaffung des Sitzenbleibens wehrt: „Die Repetenten sind beklagenswerte Zeitgenossen und kein bildungspolitisches Aushängeschild“, spottete Ude. Spaenle hatte die geplante Abschaffung des Sitzenbleibens in Niedersachsen am Wochenende als „bildungspolitischen und pädagogischen Populismus“ bezeichnet.
Spaenle hat sich allerdings in den vergangenen Jahren selbst in eine SPD-ähnliche Richtung bewegt. So hatte er 2009 erklärt, leistungsschwache Kinder müssten bei Bedarf fünf Jahre in der Grundschule lernen dürfen, ohne dass das als Sitzenbleiben zählen sollte. Das geplante „freiwillige“ Intensivierungsjahr am G8 soll ebenfalls nicht als Sitzenbleiben zählen.
Für die Abschaffung des Sitzenbleibens in seiner klassischen Form hatte sich vor einem Jahr auch der Bayerische Philologenverband (bpv) ausgesprochen. Die Standesvertretung der Gymnasiallehrer steht den bildungspolitischen Forderungen der SPD ansonsten eher fern.




Gute Idee
Sitzenbleiben abschaffen bedeutét Einsparungen von 1 Milliarde Euro für den Staat und jährlich 170.000 Schüler können sich nicht mal Ihren zu erwarteten Mindestlohn ausrechnen, brauchts aber auch nicht denn der Staat macht das für Sie
hä ??
wie sollte das funktionieren?der schüler beherrscht den stoff des letzten jahres nicht und muß den neuen auch schon aufsaugen.das wäre ja doppelte belastung,wenn er denn alten stoff und den neuen zugleich lernen muß.
Sitzenbleiben abschaffen ist ein Irrsinn!
Dann braucht man auch die Fahrschule nicht mehr wiederholen wenn man bei der Prüfung durchgefallen ist. Bei nicht bestandener Prüfung den Führerschein verweigern ist als Strafe in keinem Fall hinnehmembar. Die Welt ist eine grosse Irrenanstalt und ich frage mich nur, wo ist die Zentrale.