Erstes Spiel für den FC Bayern München nach dem 0:4-Debakel gegen Real Madrid in der Champions League. Der Meister gastiert am Samstag beim HSV. Was Trainer Pep Guardiola dazu sagt.

München - Vier Tage nach der Champions-League-Pleite im Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid tritt Meister Bayern München am Samstag (15:30 Uhr, Liveticker auf az-muenchen.de) beim Abstiegskandidaten HSV an. Wie baut Trainer Pep Guardiola seine Mannschaft wieder auf, welchen Spielern schenkt er das Vertrauen - und ist das Finale im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund am 17. Mai bereits in den Köpfen?

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Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

11.38 Uhr: Wie erwartet er seine Mannschaft morgen? Pep: "Mit der besten Leistung, die möglich ist." Schlusswort! Danke fürs Mitlesen.

11.35 Uhr: Pep beantwortet jetzt noch eine Frage auf Catalán. Gab's früher leider nicht im Wahlfach. Man lauscht und wundert sich. Kurze Zusammenfassung (auf Deutsch): "Ich finde es gut, wenn mir die Leute vertrauen. Aber es ist nicht wichtig. Ich bin hier, um die Spieler zu überzeugen." Und Ergebnisse abzuliefern. "Egal im welchem Verein der Welt: Die Mannschaft muss mit den Ideen des Trainers spielen. Es gibt keine andere Lösung." Dazu klopft er auf den Tisch.

11.33 Uhr: Wie wichtig ist ihm die Rückendeckung aus dem Verein? Pep: "Mir ist das egal. Nicht wichtig. Im Fußball gibt es nur eine Regel: gewinnen oder nicht gewinnen. Wenn wir nicht gewinnen, hilft es mir nichts, wenn Kalle und Matthias von mir überzeugt sind. Wenn wir verlieren, bin ich im Risiko. Es ist ein großer Verein, da musst du immer gewinnen. Wenn das nicht passiert, entscheidet sich der Klub vielleicht anders."

11.31 Uhr: Fühlt er sich eigentlich als Mitglied der Bayern-Familie? Guardiola: "Ich werde meine Meinung über diesen Verein und diese Leute, die hier arbeiten, nicht wegen einer Niederlage ändern. Ich fühle mich von Anfang an gut hier, ich tue mein Bestes. Ich fühle mich als Teil von diesem Verein und ich werde bis zum letzten Tag mein Bestes geben mit meinen Ideen. Ich könnte meine Arbeit hier nicht beenden mit dem Gefühl, nicht alles gegeben und auf meinen Bauch gehört zu haben." Er will sich also treu bleiben.

11.30 Uhr: Hat er Angst von Abwerbeversuchen von Louis van Gaal, der Manchester United übernehmen soll? Bei Müller - kann er sich vorstellen, dass er weg geht? Pep: "Nein. Thomas ist ein sehr wichtiger Spieler hier und er bleibt. Das ist meine Meinung."

11.29 Uhr: Hat er schon eine Mannschaft fürs Finale im Kopf, Rotation beendet? Pep verneint. "Das wäre nicht gut, wenn ich morgen elf Spieler aufstellen würde für Dortmund. Ich entscheide immer am Tag vor dem Spiel über die Aufstellung."

11.28 Uhr: Nochmal zurück zu Real. "Wenn man 0:4 verliert, war etwas falsch, was ich entschieden habe. Aber das passiert. Gegen einen Top-Gegner, der nach zwölf Jahren wieder die Sehnsucht nach einem FInale hatte, der darauf voll fokussiert war. Als Trainer schaue ich auf mich selbst: Was habe ich falsch gemacht? Das werde ich analysieren."

11.26 Uhr: Passen gewisse Spieler nicht zu seiner Philosophie? Pep: "Ich denke, meine Philosophie ist einfach. Wenn wir verloren haben, haben wir alle verloren. Keiner meiner Spieler hat die Qualität, ein Spiel für sich alleine zu gewinnen. Ich bin mir sicher, Müller, Martínez und Götze werden nächstes Jahr noch hier spielen und gut spielen."

11.24 Uhr: Thiago? Pep: "Ich denke nicht, dass er im Pokalfinale gegen Dortmund von Angang an spielen kann. Jeden Tag geht es besser, ich denke, dass er vielleicht im Kader sein kann." Hat er gefehlt? "Wir haben viele Spiele ohne wichtige Spieler gespielt. Wenn jemand verletzt ist, denke ich nicht dran, was uns fehlt. Ich denke dran, wie man den Spieler wieder fit bekommt. Ich beklage mich nicht über verletzte Spieler. Ich werde nicht sagen, dass wir verloren haben, weil Thiago nicht da war."

11.23 Uhr: Was weiß Pep eigentlich von Karl Hopfner? "Ich weiß, dass er eine der wichtigsten Personen in den letzten Jahren war. Ich wünsche ihm nur das Beste und bin mir sicher, dass er uns unterstützen wird."

11.20 Uhr: Sucht er nach Innenverteidigern - was macht eigentlich Holger Badstuber? Pep: "Ich bin sehr zufrieden - für ihn. Ich kenne ihn ein bisschen, nicht viel. Alle haben mir gesagt, er ist ein Supertyp. Ich will ihm keinen Druck aufbauen: Er war zwei Jahre verletzt! Ruhig bleiben, ruhig bleiben. Aber er hat gestern das erste Mal mit der Gruppe trainiert. In zwei, drei Monaten wird er mehr Vertrauen zu sich, zu seinem Knie, zu seinem Spiel haben. Wir wissen, wie wichtig er ist für uns. Aber es ist ein Prozess."

11.17 Uhr: Sind Spieler unzufrieden, Müller oder Martínez beispielsweise? Pep: "Ich verstehe die Spieler, ich verstehe Müller, Martínez, Götze. Sie wollen spielen. Aber ich muss entscheiden, was das Beste für die ganze Mannschaft ist. Jeder Spieler will mit seinen eigenen Ideen spielen, aber das geht nicht. Ich muss sie davon überzeugen, welche Spielweise für alle die beste ist."

11.16 Uhr: Wie bekommt er die Niederlage aus dem Kopf? Pep: "Ich bin stark. Ich habe viel Kritik bekommen, nicht nur hier, auch in Spanien. Aber das ist mein Beruf. Wenn man 0:4 verliert, kann man nicht erwarten, dass mir die Leute helfen. Das ist normal. Wenn man die erste Halbzeit sieht, verdiene ich die ganze Kritik, die ich bekommen habe. Ich muss das akzeptieren. Die große Niederlage wird immer im Kopf bleiben und im Herzen. Das kann man nicht vergessen."

11.15 Uhr: Wie geht er die Vorbereitung aufs Pokalfinale an? Pep: "Wir haben zwei Wochen. Nach einem 0:4 ist es nicht einfach, aber die Spieler sind die ersten, die das wieder gutmachen wollen. Wir werden analysieren, sprechen, warum wir nicht so gut waren."

11.13 Uhr: Er geht über in die Analyse der Niederlage: "Ich bin mehr, mehr, mehr überzeugt von meiner Idee. Wieso haben wir verloren? Weil wir die erste Halbzeit nicht gut gespielt haben. Wir hatten nicht den Ball."

11.09 Uhr: Kritische Nachfrage: Was passiert, wenn Sammer oder Rummenigge andere Ideen haben? "Ich bin offen! Ich höre mir alle Ideen an. Ich passe mich auch der Qualität der Spieler an. Das habe ich dieses Jahr schon gemacht. Ich musste mich anpassen. In meinem ehemaligen Verein habe ich drei Jahre ohne echten Stürmer gespielt. Hier schon, mal mit einem, mal mit zwei. Wir haben den Europäischen Supercup gewonnen, die Klub-WM. Aber okay: Wir waren in der entscheidenden Situation nicht auf dem Top-Level. Und vielleicht habe ich in der letzten Phase Fehler gemacht. Aber das einzige, was ich habe, sind meine Ideen. Ich habe vor dem ersten Tag gemerkt, dass die Spieler hier komplett anders als in Barcelona sind. Aber meine Ideen sind meine Ideen. Jetzt haben wir im Champions-League-Halbfinale gegen eine Top-Mannschaft verloren. Manchmal kann das passieren. Es ist schade, traurig für mich. Aber es tut mir leid: Ich habe nur meine Ideen. Und morgen, gegen Stuttgart, im DFB-Pokal-Finale, nächstes Jahr: Wir werden mit meinen Ideen spielen. Sonst kann ich nicht hier trainieren - wenn ich etwas sagen müsste, was ich nicht fühle. Das wäre nicht gut für den Verein und für die Spieler, die sehr intelligent und intuitiv sind. Sie würden mir sonst nicht vertrauen. Und letztlich muss der Verein entscheiden, ob dieser Trainer mit diesen Ideen das beste für den Verein ist. Das ist aber nicht mein Thema."

11.07 Uhr: Pep-Fußball und der FC Bayern - passt das? Pep: "Ich bin nicht hier, um Deutschlands Fußballkultur zu verändern. Aber: Ich habe meine Augen, meine Ideen. Ein Trainer hat nur seine eigene Idee. Ich kann die Spieler nicht mit den Ideen der anderen Trainer zuvor trainieren. Also werden meine Spieler in Zukunft nach meinen Ideen spielen. Und nach der Niederlage gegen Real bin ich von meiner Idee umso mehr überzeugt."

11.04 Uhr: Muss er den Kader nach der Saison umkrempeln? Pep: "Ich werde mit dem Verein über dieses Thema sprechen. Aber ich bin zufrieden mit diesem Kader. Mit diesem System haben wir in dieser Saison überragend gespielt. Wir haben noch zwei Wochen, ein Finale. Danach werden wir mit den Bossen sprechen. Aber auch wenn wir im Champions-League-Finale stünden, würden wir den Kader analysieren. Das ändert sich nicht durch eine Niederlage. Es war nicht einfach für mich, nach dem, was Bayern letzte Saison gemacht hat. Aber ich bin überrascht, wie gut wir es gemacht haben. Es sieht jetzt vielleicht so aus, als ob alles schlecht wäre. Aber das ist es nicht! Wir haben viele gute Dinge gemacht. Wir müssen ruhig analysieren. Und dann unsere Entscheidungen treffen."

11.03 Uhr: Wie erwartet er den HSV? Pep: "Er spielt um alles!" Klares Statement. Für Hamburg geht's gegen den Abstieg.

11.02 Uhr: Wie sieht's morgen in Hamburg aus? Pep: "Die letzte Periode in der Bundesliga, nach Berlin, war kompliziert. Wir haben ohne Ziel gespielt, vielleicht war das ein Problem. Real Madrid war ein komplett anderes Spiel. Und Hamburg und Stuttgart sind jetzt eine gute Vorbereitung auf das Finale in Berlin."

11.01 Uhr: Pep ist da, pünktlich. Blaues Hemd, braune Lederflicken auf den Ellenbogen. Lehrer-Style. Wie groß ist die Enttäuschung? Pep: "Guten Morgen. Ja! Wir haben verloren, eine große Niederlage. Aber wir müssen nach vorne schauen, untersuchen, was wir nicht gut gemacht haben. Analysieren, warum. Wir haben noch das Finale in Berlin."

10.55 Uhr: Hallo und herzlich Willkommen zur Pressekonferenz mit Pep Guardiola vor dem für den FC Bayern recht unbedeutenden Ligaspiel gegen den Hamburger SV. Umso gewichtiger ist, was Pep Guardiola zu sagen hat: Wie hat er die 0:4-Klatsche gegen Real Madrid verarbeitet? Welche Fehler hat er analysiert? Das wird er gleich erzählen.