Bayern-Stürmer Mandzukic Klaus Fischer kennt er nicht
Patrick Strasser, 16.02.2013 12:55 UhrMario Mandzukic macht per spektakulärem Fallrückzieher das 1:0 in Wolfsburg, sein 15. Saisontor - doch der Urheber der Kunstform ist ihm unbekannt.
Wolfsburg – Mario Mandzukic musste im Kabinengang viele Hände schütteln, hier und da umarmte der 26-Jährige einen ehemaligen Mitspieler oder Mitarbeiter des VfL Wolfsburg. „Leider war es nur ein kurzer Besuch, leider hatte ich nicht mehr Zeit“, sagte der Bayern-Stürmer, der schon im Hotel ein paar Freunde aus seiner Zeit in Niedersachsen (2010-2012) getroffen hatte. „Es gab ein paar Geschenke, ich hatte natürlich auch welche mitgebracht“, erzählte Mandzukic nach dem 2:0-Sieg der Bayern.
Sein ganz spezielles Mitbringsel war dem Kroaten beinahe ein wenig peinlich. Als er per sehenswertem Fallrückzieher das 1:0 (36.) erzielt hatte, machte er in Richtung seiner Bayern-Teamkollegen beschwichtigende Gesten. Es war ein Tor zum Ausflippen – und er blieb cool. „Das war mein Zuhause hier, ich habe mich hier sehr wohl gefühlt, die Fans waren immer korrekt zu mir - daher habe ich mich beim Jubel zurückgehalten. Ich wollte zeigen, dass ich Wolfsburg noch im Herzen habe“, sagte der Bayern-Stürmer am späten Freitagabend.
Mit seinem 15. Saisontor hat er seinen Stammplatz im Duell mit Mario Gomez, der erst nach 83 Minuten eingewechselt worden war, zementiert. Doch Fragen nach dem Zweikampf um den Platz ganz vorne im Team kann Mandzukic nicht leiden. „Ich antworte nicht mehr auf diese Fragen“, raunzte er. Und erklärte dann: „Ich trainiere so gut wie ich kann, natürlich will ich immer spielen und mein Bestes geben. Der Trainer entscheidet, wer spielt.“
Mehr Spaß hatte er am Thema Fallrückzieher – obwohl er von Klaus Fischer, dem „Erfinder des Fallrückziehers in den 70er/80er Jahren noch nie etwas gehört hatte („Das tut mir leid, nein“). Dennoch: Es war ein Treffer mit Vorgeschichte: „Wir haben am Freitagmittag in der Halle Fußballtennis gespielt, da habe ich das probiert, ich mache das oft.“
Es ist eine Liebhabergeschichte. Mandzukic: „Ich mache den Rückzieher gerne, das macht Spaß. Ich sah den Ball, wollte ihn so nehmen - und drin war er.“ Minuten zuvor war Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge glücklich aus der Kabine gekommen, auf Mandzukics Tor angesprochen sagte er lachend: „Das Tor hätte von mir sein können, habe ich ihm gerade gesagt.“ Und Mandzukic konterte grinsend: „Dann muss er das zeigen.“


@Rumpelstilzchen: Ach, auf einmal weißt Du doch wer Klaus Fischer war?
Das ist ja interessant, Keine Abqualifizierung mehr? Klaus Fischer hatte nur den erheblichen Nachteil, dass auf seiner Position damals der einzige Mittelstürmer spielte, der noch besser war, nämlich Gerd Müller. Ein Klaus Fischer würde, wenn er heute ein Jugendspieler wäre, sofort beim FC Bayern landen und auch in der Deutschen Nationalmannschaft spielen. Solche Talente gibt es nur wenige in Deutschland und keiner der aktuellen Nationalstürmer kann sich vom Talent her mit Klaus Fischer messen. Es ist natürlich schwer, z.B. einen Richard Hofmann mit den heutigen Spielern zu vergleichen, aber ich möchte wetten, dass - außer Gerd Müller - kein deutscher Stürmer besser war als Klaus Fischer.
Richtig
Blogger 'Flöte', da haben Sie wohl recht dass in der heutigen Zeit sehr viele schlechte Stürmer gibt die dem Klaus Fischer nicht das Wasser reichen können. Zur damaligen Zeit wurde Fussball gespielt mit vielen Stürmern und einem klassischen Mittelstürmer, es war die goldene Zeit von Mönchengladbach und Bayern an der Spitze der Liga. Genau das war zum Nachteil von Klaus Fischer. Er war eben nie in einer Meistermannschaft und bekam deshalb nicht die Aufmerksamkeit wie die anderen sehr guten Stürmer, obwohl er sie letztendlich doch ebenso verdient hätte.
Klaus Fischer
FCB@ Klaus Fischer war bei Weitem besser,als die meisten Flöten aus der heutigen Zeit,die sich Stürmer schimpfen.