Der FC Chelsea lässt nicht locker. Besser gesagt: Der designierte Trainer Antonio Conte. Der will nämlich einen seiner früheren Lieblinge bei Juventus Turin auf die Insel locken. Mit einer Charme-Offensive.

München - Noch steht nicht 100-prozentig fest, dass Antonio Conte tatsächlich der neue Coach des FC Chelsea wird - bisher weiß man nur, dass er nach der EM als Italiens Nationaltrainer aufhört.

Da in England die Millionen in der kommenden Saison wegen der Aufstockung der TV-Gelder besonders locker sitzen, wird sich der 46-Jährige diese Chance nicht entgehen lassen wollen - und damit auch bei möglichen Investitionen in neue Stars profitieren könnte.

Jetzt ist Contes Interesse an Arturo Vidal neu entflammt: Der Italiener machte gegenüber der spanischen Zeitung "El Pais" noch einmal klar, dass er vom Chilenen in Diensten des FC Bayern schlichtweg begeistert ist.

"Er verfügt über außergewöhnliche Physis und Technik. Es wäre fantastisch, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten. Ich will ihn in jedem meiner Teams haben", sagte Conte.

Bei Juventus Turin arbeiteten Conte und Vidal über drei Jahre hinweg erfolgreich zusammen: Nach drei Meistertiteln übernahm der Trainer dann die Nationalelf. Vidal hat er aber nicht vergessen - er würde ihn "sofort nehmen", wird der Coach zitiert. Und: "Er ist ein unglaublicher Spieler."

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Für Vidal habe er in Turin sogar das Spiel-System umgestellt: "Ich hatte in meinem Kopf immer ein 4-2-4 oder 4-4-2. Aber wegen seiner Intensität auf dem gesamten Platz habe ich mich für ein 4-3-3 entschieden - daraus wurde schließlich das 3-5-2."

Und Arturo Vidal? Der zeigte zuletzt im Champions-League-Duell mit seinem Ex-Klub Juventus Turin, was in ihm steckt - und betätigte sich erfolgreich als Aufpeitscher und Animateur. Bewies damit, wie wichtig er für den FC Bayern ist.

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Dennoch scheint Contes Frühlingsflirt den Chilenen nicht kalt zu lassen: Noch nach dem 4:2 nach Verlängerung  gegen Juve hatte der Bayern-Profi betont: "Wenn ich in den Krieg ziehen würde, dann würde ich Conte mitnehmen. Das habe ich immer gesagt. Wir werden sehen, was passiert."

Genau: Da gibt es ja noch den FC Bayern, seinen aktuellen Arbeitgeber. Und in München hat er vergangenes Jahr für weitere vier Spielzeiten unterschrieben.