Arjen Robben hat seine Grippe überwunden und kann im Trainingslager des FC Bayern München in Katar endlich wieder auf dem Fußballplatz angreifen. Was der Holländer zum Abschied von Pep Guardiola sagt.

Doha - Langsam lichtet sich das Lazarett des FC Bayern. Lediglich Mario Götze, der wieder auf dem Fahrradergometer saß, sowie die Jogger Franck Ribéry und Medhi Benatia konnten am Sonntag nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Alle drei pumpten auch im Kraftraum. 26 Mann inklusive der Talente hatte Pep Guardiola am fünften Tag des Wintercamps in Doha/Katar zur Verfügung.

Wieder im Mannschaftstraining: Juan Bernat, David Alaba und seit Sonntagvormittag: Arjen Robben. Der 31-Jährige hatte wegen diverser Verletzungen ein „Scheiß-Jahr“ hinter sich, wie er im Dezember im niederländischen Fernsehen gesagt hatte. „Darüber ärgere ich mich. Es ist wirklich ein Jammer.“

An diesem 10. Januar also erfolgte der Neustart. Das x-te Robben-Comeback. Selbst in Doha hatte er bisher nur individuell arbeiten können. Eine Grippe, der x-te Rückschlag. Nach der Vormittagseinheit sprach Robben mit den Reportern in Doha über...

... seine Erkältung: Ich war drei, vier Tage nur auf dem Hotelzimmer – das war nicht so schön für mich, natürlich blöd. Ich komme zurück aus dem Urlaub, hatte dort viel und gut weitertrainiert, damit ich von Anfang an bei der Mannschaft dabei sein konnte und dann kriegst du einen Virus und hast Grippe und Fieber und alles was dazugehört. Du kannst nicht trainieren und verlierst ein paar Tage.

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... die Geduld, die er jetzt braucht: Wir brauchen eine fitte Mannschaft, einen fitten Kader und alle Spieler bis zum Ende der Saison. Wir müssen versuchen, da alle miteinander gut durchzukommen. Es wird nie so sein, dass alle 23 Mann im Kader fit sind, aber mindestens die meisten.

... seinen Plan für die Rückkehr: Ich plane nichts, will erst wieder gesund sein und auf dem Platz stehen. Alles andere kommt von selbst. Das weiß ich. Dafür bin ich schon zu lange dabei.

... ein mögliches Comeback beim Rückrundenstart gegen den HSV in Hamburg: Das ist noch weit weg. Das war erst mein erster Tag, jetzt muss ich weiter meinen Aufbau machen.

... den Abschied von Trainer Pep Guardiola: Eine traurige Nachricht. Es ist schade. Ich hätte noch gerne mit ihm weitergearbeitet, wir haben alle viel von ihm gelernt. Er macht Spieler individuell besser. Aber es ist noch nicht vorbei. Wir haben noch ein halbes Jahr mit ihm, das müssen wir mit ihm genießen und erfolgreich abschließen.

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... die möglichen Auswirkungen auf die Mannschaft: Spieler gehen und kommen. Das gilt auch für Trainer. Im Fußballgeschäft ist das eben so. Man muss weiterarbeiten und das mit einem Ziel, Erfolg in dieser Saison zu haben. Darauf muss man sich konzentrieren, dafür haben wir auch die Mannschaft.

 

 

Alaba wieder im Training mit der Mannschaft

 

Auch David Alaba kann nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder voll mit der Mannschaft trainieren. Der Österreicher hatte in Doha aber schon vor dem Sonntag wieder Teile des Teamtrainings absolviert. Nur Franck Ribéry, Mario Götze und Medhi Benatia befinden sich nach Muskelverletzungen in Doha weiterhin im Aufbautraining.