Bayern Autofahrer rammt Radler und verprügelt den Schwerverletzten

Die Zahl der schweren Radunfälle hat stark zugenommen. Foto: Polizei Bayern

SCHWARZACH AM MAIN - Wer tut so etwas? Zuerst hat ein unbekannter Autofahrer einen Radler absichtlich gerammt, dann stieg der Mann aus und traktierte den Schwerverletzten auch noch mit Schlägen. Danach flüchtete er - jetzt fand die Polizei das Auto des Täters

Wie aggressiv und kaltblütig muss dieser Mann sein? Ein Autofahrer hat am Donnerstagnachmittag zwischen Dimbach und Gerlachshausen (Landkreis Kitzingen) einen Fahrradfahrer absichtlich umgefahren. Danach stieg der Mann aus und schlug mehrmals auf den bereits Schwerverletzten ein. Anschließend flüchtete der Pkw-Fahrer. Das Auto entdeckte die Polizei in der Nacht zum Freitag in Maßbach (Landkreis Bad Kissingen). Trotz intensiver Ermittlungen steht noch nicht mit letzter Sicherheit fest, wer am Steuer des Pkw saß.

Der Geschädigte war gegen 17.15 Uhr mit seinem Treckingrad auf dem Dimbacher Weg in Richtung Gerlachshausen unterwegs. Rund 500 Meter vor dem Ortsbereich kam ihm ein weißer VW Polo entgegen, der nach Zeugenaussagen äußerst dicht an dem Biker vorbeifuhr. Der 52-Jährige rief dem Mann am Steuer daraufhin etwas zu, was dieser durch die geöffnete Scheibe offenbar wahrnahm. Er trat in die Bremse und wendete seinen Pkw nach etwa 50 Metern. Dann rammte der Autofahrer laut Polizei den Radler von hinten. "Es spricht vieles dafür, dass der Autofahrer den Radfahrer absichtlich von hinten anfuhr und ihn dabei schwer verletzte", teilte die Polizei mit.

Der Fahrer des VW Polo hielt an, ging zu dem am Boden liegenden Schwerverletzten und schlug nach Zeugenaussagen mehrfach auf ihn ein. Hierbei soll er einen etwa 30 – bis 40 Zentimeter langen Gegenstand benutzt haben. Danach setzte der Mann seine Fahrt in Richtung Gerlachshausen fort. Der 52-jährige Fahrradfahrer aus dem Landkreis Schweinfurt wurde unter anderem mit einem Oberschenkelhalsbruch in ein Krankenhaus gebracht.

Polizei findet das Fahrzeug des Täters

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen entdeckte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Kissingen das Fluchtfahrzeug mit einer schwarzen Türe und einem auffälligen Aufkleber mit dem sogenannten „Stinkefinger“ im Heckbereich gegen Mitternacht in der Gemeinde Maßbach. Der Pkw wurde zur Spurensicherung sichergestellt. Zur Frage, wer zur Tatzeit mit diesem Pkw unterwegs war, gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Die Polizei Kitzingen, die die Ermittlungen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Würzburg führt, hofft jetzt auf weitere Zeugenhinweise. - Wem ist der weiße VW Polo mit dem KG-Kennzeichen am Donnerstag bereits in den Nachmittagsstunden oder auch nach der Tat in Richtung Gerlachshausen aufgefallen? - Wer kann Angaben dazu machen, wer am Steuer des Pkw saß? - Wer hat das Auto in der Nacht zum Freitag in der Gemeinde Maßbach gesehen, wo es in der Neuen Straße abgestellt wurde? -Wer kann sonst irgendwelche Angaben machen, die zur Feststellung des Fahrers führen? Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Kitzingen unter der Nummer 09321/1410 entgegen.

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