AZ-Test der neuesten Version Mazda MX-5 RF: Cooles Blechdach-Spaßgerät

Der Kultroadster als Targa: Den Mazda MX-5 gibt es als RF auch mit Klappdach und feststehender B-Säule. Foto: Rudolf Huber

Der Herbst hat garantiert noch ein paar schöne Tage. Und die bieten ideale Voraussetzungen für einen lustvollen Ausflug mit dem Mazda MX-5 RF Roadster.

München - Der Grund: Die neueste Variante des Japan-Klassikers mit wegklappbarem Blechdach ist ein Untersatz mit reichlich Offenfahr-Spaß auch an kühleren Tagen – sogar bei nur einstelligen Plusgraden. Einsteigen. Klappe öffnen, Verdeck nach hinten werfen, fertig – so einfach wie beim Stoffdach-MX-5 ist es beim RF nicht. Bei dem sorgt auf Knopfdruck ein höchst virtuos anmutendes und sehr komplexes Miteinander von Motoren, Gestänge und Gelenken für einen zumindest teilweisen Striptease innerhalb von 13 Sekunden und bis zu einem Tempo von maximal 10 km/h.

Der Vorteil gegenüber dem Stoff-Roadster: Bei dieser Entblätterungsaktion bleiben die hinteren Dachpfosten stehen, sie bilden zusammen mit dem kleinen Windschott einen gewissen Schutz gegen Zugluft und zu kühle Temperaturen. Wir haben es bei sieben Grad plus ausprobiert: Dank kräftiger Heizung und einer Fleecemütze verlief der Langstrecken-Ausflug angenehm temperiert und mit völlig ausreichendem Offenheits-Faktor. Zumindest, wenn man kein Roadster-Purist ist, dem sein Untersatz gar nicht offen genug sein kann.

Die Insassen sollten nicht zu groß sein

Fahrgefühl, Sitzposition und Platzangebot sind bei beiden MX-5-Versionen weitgehend identisch. Angesichts der Enge im Cockpit ist es von Vorteil, wenn die Passagiere nicht zu groß und nicht zu kräftig sind, wobei es lange Kerle auf dem Fahrersitz noch besser aushalten als auf der rechten Seite – speziell im geschlossenen Zustand. Die Beweglichkeit sollte auch nicht zu deutlich eingeschränkt sein, sonst klappt das mit dem Ein- und Aussteigen nicht so gut. Und für Krimskrams oder Wasserflaschen ist definitiv kein Platz – es gibt nur ein Mini-Fach hinten zwischen den Sitzen.


Tiefe Sitzposition, modernes Cockpit und solide Verarbeitung: der Innenraum des MX-5 RF. Foto: Rudolf Huber

Das klingt jetzt teilweise nicht so ganz positiv – ist aber natürlich wichtig, denn wenn Fahrer und Auto nicht zusammenpassen, hat es nun mal keinen Sinn. Wer in den MX-5 passt, der hat damit garantiert eine Menge Spaß. Denn trotz ein paar Kilochen mehr als bei der Stoff-Version bietet auch der RF (steht für "Retractable Fastback") das bekannt-beliebte Gocart-Feeling, unverfälschten Fahrspaß hinter dem kleinen Lenkrad und die große Freiheit über dem Kopf.

Der Preis für den MX-5 RF startet bei 29.890 Euro

Dafür sorgen neben dem knackigen Fahrwerk der Zweiliter-Benziner mit 160 PS, der den RF bei Bedarf in 7,4 Sekunden auf 100 Sachen bringt und dem erst bei 215 Sachen die Luft ausgeht. Wer sehr schnell fährt, wird allerdings vor allem offen die recht lauten Windgeräusche von der B-Säule registrieren, die ein bisschen wie ein Tempolimit wirken. Der Verbrauch des Reihenmotors lag im AZ-Test mit dem Fahrzeug angemessener Fahrweise bei 7,4 Liter je 100 Kilometer.

Immer wieder ein Extra-Spaß ist das Sechsgang-Getriebe mit seinem kleinen Hebel und den kurzen, knackigen Schaltwegen. Zu haben ist der RF ab 29.890 Euro, wer sich noch ein paar Goodies gönnen will, ist mit der Version Sportsline ab 32.090 Euro dabei. Die bringt dann beispielsweise ein schlüsselloses Zugangssystem, ein Bose-Soundsystem, das Mazda Navigationssystem, eine Ausparkhilfe, einen Fernlicht- und Spurwechsel-Assistenten und Voll-LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht an Bord.

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