AZ stellt Brenner und Brände vor München hochprozentig: Die Schnapsbrenner vom Viktualienmarkt

Noch bis Samstag präsentieren die Brenner ihre Waren auf dem Viktualienmarkt. Foto: Petra Schramek

Am Viktualienmarkt zeigen Edelbrenner ihre Köstlichkeiten. Die AZ hat vorbeigeschaut.

München - So ein Brand ist etwas zum Genießen: fruchtig, samtig im Abgang. Wer Hochprozentiges mag, der sollte noch bis zum Samstag auf dem Viktualienmarkt vorbeischauen. Dort präsentieren Brenner aus ganz Bayern ihre Erzeugnisse – und die sind nicht nur hochprozentig, sondern auch hochwertig.

Die AZ hat schon einmal ins Glas geschaut und lässt hier fünf Brenner und Brennerfamilien zu Wort kommen.

Prost!


"Unser Gin wird pink"
Christian Stecker: "Wir produzieren auch einen besonderen Gin den 'Clitoria' Dry Gin. Sein Name stammt von der gleichnamigen Pflanze, die besondere Eigenschaften hat: Zusammen mit Orangenblüte ist der Gin petrolfarben. Durch Zugabe von Tonic Water wird er pinkfarben."

 

"Brand aus Hopfen"
Josef Badhorn (37): "Wir machen aus allen Obstarten Brände, dazu verwenden wir Kern-, Stein- und Beerenobst. Wir haben außerdem den ,Hollertauer Hopfengeist’ erfunden, der aus Hopfen hergestellt wird.

 

"Wir stellen auch Verrücktes her"
Andreas Franzl (57), Edelsommellier: "Für unsere Brände verwenden wir nur Früchte im Rohzustand. Da werden weder Aromen oder Zucker hinzugefügt. Das ist Natur pur. Liköre gibt es deshalb nicht. Aber wir stellen auch verrückte Brände her die ,Edition Toxique’. Pflanzen, die im Rohzustand giftig sind, werden gebrannt. Zum Beispiel der gemeine Schneeball, die Vogelbeere, roter Hirschholunder und der Attich. Mit meinen Produkten habe ich schon viele nationale und internationale Auszeichnungen erhalten."

 

"Obst von Münchner Wiesen"
Siegfried Tschauder (72) mit seiner Tochter Beatrix (27): "Wir haben eine Manufaktur für Edeldestillate. Bei uns werden klassische Obstbrände von Zwetschgen, Quitten, Äpfeln und Birnen hergestellt. Und die kommen von Münchner Streuobstwiesen. Außerdem stellen wir noch Liköre her, etwa die Sorten Lavendel, Walnuss und Salbei. Unser Unternehmen ist eine Familienmanufaktur. Das bedeutet, dass jedes Familienmitglied mindestens einmal an das fertige Produkt Hand angelegt hat."

 

"Wir ernten selbst"
Siglinde (49) und Benedikt Pointner (51): "Wir stellen Obstbrände und Liköre her. Dazu verwenden wir ausschließlich lokale Produkte. Wir legen höchsten Wert auf alte Obstsorten, die es kaum noch gibt. Einige Bauern haben noch einzelne Bäume mit diesen fast vergessenen Sorten. Die ernten wir selbst. Als Sommeliers wissen wir genau, warum wir das machen."

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