Die Kältewelle und der Strom

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Allen Unkenrufen wegen des Atomausstiegs zum Trotz wird genug Energie produziert – sogar so viel, dass Anfang der Woche noch Strom nach Frankreich exportiert wurde. Seit Mittwoch wird es nun auch in Deutschland knapper – weil es windstiller ist –, weswegen die Netzbetreiber derzeit auf Reservewerke und Strom aus Österreich zurückgreifen. Gerade jetzt wird auch deutlich, dass der entscheidende Faktor die Nachfrage ist:

Frankreich hat derzeit abends einen Leistungsbedarf von 101700 Megawatt, Deutschland mit 50000 nur halb so viel – obwohl es 15 Millionen Einwohner mehr hat. Das liegt an den ineffizienten Stromheizungen in Frankreich. Der Strombörsenpreis ist wegen der Engpässe mit 34 Cent pro Kilowattstunde in Frankreich derzeit dreimal so hoch wie in Deutschland.