AZ-Serie: Yoga für alle Yoga in München: Die Vorreiter, Macher, Paradiesvögel

Yoga ist mittlerweile ein Massenphänomen, welches gerne auch in der Natur betrieben wird. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Yoga hat einen beeindruckenden Siegeszug durch die Geschichte und die Stadt hingelegt. Doch wer sind die wichtigen "Yogi" in München?

Patrick Broome: Gilt als Münchens „First Yogi“, kam Ende der 90er-Jahre zum Yoga. In New York ließ er sich zum Jivamukti-Lehrer ausbilden und brachte das erste Studio außerhalb Amerikas in die Schellingstraße, das er heute noch betreibt. Hat sich inzwischen von Jivamukti gelöst und mag es übend wieder ruhiger. „Ich bin halt keine 20 mehr.“ www.patrickbroome.de

Michael Forbes: Wird von Bewunderern als „lebende Legende“ verehrt, bezeichnet sich selbst als „Großvater“ der Münchner Iyengar-Yoga-Szene. Kam über Lehrerin Gertraude Thamm zum Yoga. Forbes ging nach San Francisco, wurde Iyengar-Lehrer, reiste nach Poona, um bei BKS Iyengar persönlich zu lernen, bekam den Tipp, in München bei Luise Wörle zu üben: „Wir zogen den Menschen die Wollsocken aus.“ Als Matten nahmen sie Teppichunterlagen aus dem Kaufhaus. Hat inzwischen Schüler, die seit mehr als 30 Jahren zu ihm kommen.

Gabriela Haensler: Der Paradiesvogel unter den Münchner Lehrern. War Projektleiterin im Punkladen „Anti Schick“ in der Klenzestraße. Fing bei Shivananda mit Yoga an und sagt, es sei eine Gegenwelt zu ihrem Alltagsleben gewesen, mit Worten und Übungen, die sie so tief berührten, dass sie sich zur Diplom-Yoga-Lehrerin ausbilden ließ, statt auf Weltreise zu gehen. Sie leitet Retreats in Europa und Indien, schreibt opulente Bücher wie „Göttinen-Yoga“– und wünscht dem Münchner Yoga mehr Individualität und weniger Konzepte, weil die dem Ziel von Yoga, der Freiheit, entgegenstehen. www.yogaby-munich.de

Veronika Rössl: Aufgewachsen in Wien und seit 28 Jahren in München zu Hause, war die erste Frau, die hier ein Yoga-Studio eröffnet hat, das frei von bindenden Traditionslinien war. „Bei mir gab und gibt es alles, ganz nach dem Grundgedanken: ,Alles ist eins’.“ Der Name ihres Studios: MahaShakti Yoga in der Schraudolphstraße 27. www.mahashakti-yoga.de

Gina Weber und Terry Brackmann: Die nächste Generation. Gemeinsam entwickelten sie die Idee des Pop-up-Yoga, weil sie Münchnern zeigen möchten, dass Entspannung überall möglich ist. Dafür übten sie schon am Königsplatz und in der Villa Stuck mit einem Publikum, das sich aus allen Altersklassen zusammensetzt. Aktuelle Termine unter: www.yoga-mit-gina.de

Lesen Sie morgen: Yoga für Männer? Yoga für Frauen? Was Sie über Yoga und Geschlechter wissen sollten.

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