AZ-Serie der Ex-Löwen - Teil 4 Abdoulaye Ba: Abwehr-Turm und Wandervogel

Abdoulaye Ba war beim TSV 1860 in der Innenverteidigung gesetzt. Foto: Peter Kneffel/dpa

Drittteuerster Kader der Zweiten Liga, fünf Winter-Neuzugänge und Startrainer Vitor Pereira: Der TSV 1860 wollte durch hohe Investitionen den Aufstieg erzwingen – es folgte der tragische Abstieg und die Ex-Löwen sind in aller Welt zerstreut. Die AZ zeigt, wie das letzte Halbjahr bei den einzelnen Akteuren gelaufen ist. Heute im Fokus: Abdoulaye Ba.

München - FC Porto, SC Covilha, Académica Coimbra, Vitoria Guimarães, Rayo Vallecano, Fenerbahce Istanbul, Alanyaspor, TSV 1860 München. Abdouaye Ba hat in seiner Laufbahn als Profi-Fußballspieler schon viele Trikots getragen und sich noch öfter von seinem langjährigen "Stammverein" Porto zu den genannten Klubs in Portugal, Spanien, der Türkei und nach Deutschland zu den Löwen ausleihen lassen.

Abdoulaye Ba – Stammspieler und Offensivwaffe

Dabei folgte er wiederholt dem Ruf von Vitor Pereira, der den 1,97 Meter langen Innenverteidiger im vergangenen Winter auch an die Grünwalder Straße lotste. Die Verpflichtung des Senegalesen kann man - im Gegensatz zu den restlichen vier Winter-Neuzugängen - und trotz des Abstiegs als gelungenen Transfer bezeichnen. Stammspieler, Publikumsliebling und Löwe, der mit schillerndem modischen Look "den swag aufdreht", wie man heutzutage zu sagen pflegt (umgangssprachlich für einen "lässigen" Stil).

Sportlich bestach Ba phasenweise durch souveräne Zweikampfführung und Übersicht in der Defensive, seine immense Kopfballstärke konnte er zudem auch vor dem gegnerischen Tor einsetzen – in seinen 18 Einsätzen erzielte er drei Treffer. Der Wandervogel äußerte sich mangels Deutsch-Kenntnissen nicht allzu oft, erklärte allerdings auf überzeugende Art und Weise, dass sein Traum der Aufstieg in die Bundesliga sei.

Auf wie neben dem Platz gab sich der 27-Jährige als Vollprofi, wenngleich jeder Ernährungs-Experte angesichts von Bas Angewohnheit, seinen Cappuccino mit enormen Mengen an Zucker zu süßen, die Hände vor den Augen übereinandergeschlagen hätte.

Rückkehr zu Rayo Vallecano nach Spanien

Den Abstieg konnte Ba letztlich auch nicht verhindern – und ging zurück zu Rayo Vallecano, wo er bereits zwischen Juli 2014 und Juni 2015 unter Vertrag stand. Sechs Einsätze und 391 Spielminuten sprechen allerdings nicht dafür, dass der Abwehr-Hüne sein Glück bei den Spaniern gefunden hat. Bisher war Ba öfter nicht im Kader als auf dem Feld oder der Ersatzbank.

Immerhin hat "Abdou" bei dem spanischen Zweitligisten nun einen langjährigen Kontrakt bis Sommer 2021 unterschrieben: Somit bleibt dem einstigen Löwen noch Zeit, sich beim aktuellen Tabellen-Vierten einen Stammplatz zu erobern – oder gar in Spaniens höchste Spielklasse "La Liga" aufzusteigen. Ansonsten bleibt Ba wohl nur, was er in seiner bisherigen Karriere in der Regel nach nur einer Spielzeit wieder tat: weiterziehen.


Teil 1 der AZ-Serie: Stefan Ortega

Teil 2 der AZ-Serie: Jan Zimmermann

Teil 3 der AZ-Serie: Maximilian Engl

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