AZ-Serie der besten Trimm-Dich-Pfade in München: Der Parcours in Milbertshofen am Frankfurter Ring bietet perfekte Bedingungen

Seit drei Tagen ist Martin John in München. Er kommt aus Ottawa – das ist die Bundeshauptstadt Kanadas. Und seit drei Tagen befindet sich Martin im Training. Allerdings nicht in einem der üblichen urbanen Fitnesstempel mit vier Wänden, Laufbändern und flimmernden Flachbildschirmen. Die roten Kraftgeräte, an denen er seine Muskeln trimmt, sind umringt von einer grünen Wiese mit gelbem Löwenzahn, einem großen alten Baum sowie einer Betonwand, die mit einem bunten Graffito bemalt ist. Dazu scheint die Sonne, und der blaue, wolkenlose Himmel strahlt.

Perfekte Bedingungen also für ein Fitnesstraining. Einziger Nachteil: Nur 20 Meter von dem Trimm-Dich-Platz entfernt, zieht sich ein stark befahrener Asphaltstreifen entlang – der Frankfurter Ring. „Aber das macht mir nichts aus”, meint Martin. Der 23-jährige Student nimmt’s locker: „Schließlich bin ich hier nicht in den Alpen, sondern in einer Großstadt.”

"Jede Menge Freiraum umsonst"

Und da ist der Kanadier heilfroh, einen solchen Platz inmitten der bayerischen Metropole vorzufinden. „Die muffigen Fitnessbuden liegen mir nicht so und kosten viel Geld. Das Training hier draußen an der frischen Luft, mit Sonnenschein und jeder Menge Freiraum ist umsonst.”

Am Oberhofer Weg in Milbertshofen befindet sich der Trimm-Dich-Platz. Neben drei Kraftgeräten für Arme, Bauch und Schultern gibt es zwei weitere Geräte – eines, um seinen Körper zu dehnen und ein weiteres für Liegestützen. „Die entsprechen mehr meinem Training”, meint Martin. Denn der Kanadier will nicht einmal so aussehen wie der einstige Mister Universum und frühere Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger. Auf aufgeblasene, überdimensionale Muskelberge legt er keinen Wert.

„Fußball ist meine große Leidenschaft, dafür trainiere ich jeden Tag”, erklärt der Kanadier. Sein großer Traum: In München einen Verein zu finden und die bayerische Metropole zu seiner zweiten Heimat werden zu lassen. Nach den Kraftgeräten geht Martin zu der gewölbten Liege, auf der man seinen Körper dehnen kann. Danach noch ein paar Liegestütze. So, das reicht. Er muss weiter, noch ein paar Kilometer laufen. „Der Olympiapark soll ja auch sehr gut sein, um unter freiem Himmel zu trainieren”, sagt er und lacht: „Auch die Isarauen sollen super sein, habe ich gehört. München hat da eben einiges zu bieten.”