AZ-Kommentar Zweckentfremdungs-Plattform: Keine Denunzianten

, aktualisiert am 17.01.2018 - 15:36 Uhr
Wohn-Eigentum verpflichtet, sagt der AZ-Lokalchef. Foto: dpa, AZ

Der Lokalchef der AZ, Felix Müller, über die Zweckentfremdungs-Plattform der Stadt München.

Ein Denunziant handelt aus niederen Beweggründen. Wer meldet, dass der Nachbar an Medizintouristen vermietet oder aus seiner Mietwohnung ein kleines Hotel gemacht haben könnte, tut das nicht. Vielleicht mag bei manchem ein Ruhebedürfnis oder ein schlechtes Verhältnis zum Nachbarn auch eine Rolle spielen.

Aber das macht die Plattform nicht zum Denunzianten-Instrument. Denn Wohnraum ist keine Ware, mit der Eigentümer tun können, was sie wollen. Dieses Eigentum verpflichtet tatsächlich. Mietwohnungen sind dazu da, an die Münchner vermietet zu werden. Das nicht zu tun, ist illegal. Ein Vermieter musste in letzter Konsequenz ins Gefängnis.

Trotzdem bleiben anonyme Meldungen nur ein letztes Mittel. Das aber eine symbolische Wirkung entfalten kann – und Vermieter mit schlechten Absichten abschrecken.

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