AZ-Meinung Aktion statt Pläne!

Matthias Maus, 18.02.2013 16:04 Uhr

Matthias Maus, der Chefreporter der AZ über den Pferdefleisch-Skandal

Scherze, wonach Pferdefleisch gesünder sei, sind unangebracht. Ebenso der Hinweis, rheinischer Sauerbraten sei ursprünglich immer vom Pferd. Man darf die Affäre nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es geht um Betrug, es geht um Täuschung. Die gehören streng verfolgt, und es gibt erhebliche Zweifel, dass die zuständigen Politiker dies ausreichend tun.

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Bei Lebensmittelskandalen gibt es mittlerweile einen Reflex. Selbst schuld, heißt die Klage. Wer immer nur billig kaufe, der dürfe sich nicht wundern... Stopp! Wer so redet, macht es sich zu einfach. Diese Logik folgt dem Konzept, wonach der Markt alles regele.

Wer Besseres haben wolle, der müsse nur mehr zahlen. So haben wir aber nicht gewettet. Für dieses neoliberale Staatsverständnis sollte in Deutschland kein Platz sein.

Die Verbraucherschutzministerin muss endlich ihren Job machen. Dafür muss sie nicht große Töne spucken mit „nationalen Aktionsplänen“.

Viel wichtiger wären wirkungsvolle Strafandrohungen gegen Großhändler und Ketten, die sich bisher hinter einem undurchsichtigen Gestrüpp von Subunternehmern und Erzeugern verstecken konnten. Wichtiger wäre auch eine schlagkräftige Lebensmittelfahndung, die europaweit agieren kann und die nicht bei jeder Mittelkürzung betroffen ist.

Frau Aigner muss dahin gehen, wo es weh tut – wo es den Händlern und den Profiteuren weh tut.

 

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Kommentare (5)
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FEB
19
gerhard steger, 09:17 Uhr

fleischskandal

Sind wir doch froh, daß unsere ANKÜNDIGUNGSMINISTERIN hier wieder mal was ANGEKÜNDIGT hat. In der Schule würde man sagen 'FRAU AIGNER NOTE 6 SETZEN', aber unsere Politiker werden leider nicht nach Leistung benotet, wie schon die kleinsten Kinder in der heutigen Zeit. Nett ist immer Ihre ANKÜNDIGUNG, dieses auch in der EU durchzusetzten zu wollen mit DEUTSCHLAND gibt Sie sich ja nicht zufrieden, obwohl Sie es nicht einmal hier geregelt bekommt. Wir wurden noch nie von so vielen SKANDALEN im ESSEN konfrontiert als in der Regierungszeit von Frau ANKÜNDIGUNGSMINISTERIN AIGNER. Ja wer soll diese Frau noch ernst nehmen und dann wird die vieleicht auch noch Nachfolgerin von unserem so tollen HORSTI. Na Mahlzeit wie wir in BAYERN sagen würden.

FEB
18
Heli, 23:57 Uhr

überforderte Verbraucherministerin

Jetzt ist 'Detektivarbeit' nötig, die skandalöse Herumfahrerei durch ganz Europa nachzuvollziehen. Hätte Frau Aigner ihre Arbeit entsprechend ihrer Verantwortung 'Schaden vom Volke abzuwenden' getan, dann würde Herkunftsbezeichnung, für den Verbraucher lesbare Kennzeichnung und Warnung vor Ungesundem schon lange Pflicht sein. Aber da hat sie ja vor der Hersteller- und Handelslobby einen Knicks gemacht. Das mit dem Satz 'kein Wunder bei Billigeinkauf' zieht hier auch nicht, da Ladenketten wie Tengelmann oder Edeka sicher nicht zu den Billiganbietern gehören. Nur ein Beispiel, wie bei uns Verkaufspreise entstehen : Für 1 Liter Milch erhält der Bauer unter 30 Cent, der Verkaufspreis im Laden liegt aber zwischen 80 Cent und 1 Euro 10 Cent ! Da kann man ermessen, wer hier alles vom 'Markt' partizipiert.

FEB
18
u.umzaun, 19:12 Uhr

pfui deibl..

mit insgesamt 17 besetzten umweltminister-stellen in der brd müsste es doch eigentlich möglich sein, lebensmittel auf einwandfreie qualität zu prüfen,bevor diese in den regalen der supermärkte oder in den kühlschränken der verbraucher liegen.könnte es sein,dass auch hundefleisch verarbeitet wird?imir wird schlecht - bei diesem gedanken..!!!

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