AZ-Meinung Aigners Problem
Maximilian Gehrke, 16.02.2013 15:13 Uhr
In einem Labor wird eine Frikadelle auf Pferdefleisch untersucht. Die EU setzt in dem Skandal jetzt auf Gentests. Foto: Carsten RehderFoto: dpa
Georg Thanscheidt, Vize-Chefredakteur der AZ, über den Pferdefleisch-Skandal
Wer Fleisch mag, müsste Pferdefleisch eigentlich lieben: Es ist würziger als seine faden fernen Fleisch-Verwandten und dabei kalorien- und cholesterinarm. Das Problem ist nur: Wenn man kein Pferdefleisch essen will und es weder bestellt noch eingekauft hat – es sich aber dann trotzdem auf dem Teller wiederfindet, ist das ein Skandal.
Nicht weil es Pferdefleisch ist, sondern weil es auf der Verpackung nicht deklariert wurde. Weil zudem das Risiko besteht, dass es sich um medikamentenverseuchtes Fleisch rumänischer Klepper handeln könnte. Und weil der Verbraucher nicht sicher sein kann, was sonst noch in seiner Lasagne drin sein könnte, was nicht drin sein darf.
Das hat auch Verbraucherministerin Ilse Aigner erkannt, weswegen sie den Pferdefleisch-Fund eher unpassend als „Sauerei“ oder als – für Tiefkühlkost schon passender – „Spitze des Eisbergs“ bezeichnet hat. Dieser Lebensmittelskandal könnte für die in Berlin als „Ankündigungsministerin“ geschmähte CSU-Politikerin zum Problem werden: Denn als sich der britische Landwirtschaftsminister Paterson am Mittwoch mit vielen seiner EU-Kollegen in Brüssel zu einem ersten Krisengipfel traf, fehlte Aigner.
Ihre Begründung am Tag vor dem Gipfel: Es sei ja in Deutschland noch kein undeklariertes Pferdefleisch gefunden worden. Dumm nur, dass wenige Stunden später die Behörden ihr Ministerium von den ersten Funden unterrichteten. Aigner fuhr trotzdem lieber zur Bio-Messe nach Nürnberg als nach Brüssel.



frau aigner
für ihre grandiose arbeit als verbrecherschutzministerin möchte ich mich im namen aller lebensmittelmafiosi einmal bedanken. wie sie uns vor den verbraucherinteressen schützen ist echt toll. und die idee mit geldstrafen im promillebereich des zuvor ergaunerten ist ebenfalls spitze. früher war ich noch im drogenhandel tätig, aber wenn man selbst für 3g haschisch als eigenverbrauch härter bestraft wird als für tonnenweise fleischpanscherei mit millionengewinnen - wer würde da nicht die branche wechseln. wir hoffen, daß sie noch möglichst lange als verbraucherverarschungsministerin für uns in berlin bleiben, hoffen allerdings auf eine beförderung nach brüssel, wo sie für uns noch lukrativer untätig sein könnten. mfg ihre fleischmafia p.s. scheck folgt wie üblich als vortrags/beratungshonorar
alter Hut
Und täglich grüßt das Murmeltier
Ja die Folgeerscheinungen
Die hab ich natürlich nicht vergessen, wollte hier nur Keinem zu nahe treten