AZ-Kommentar Parteitag der AfD: Die eigenen Geister

Das Programm der AfD für die Bundestagswahlen 2017. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

AZ-Korrespondent Torsten Henke kommentiert den Parteitag der AfD in Köln.

Der AfD droht in Köln die Spaltung. Das wäre schon Ironie der Geschichte. Denn Petry kämpft gegen Geister, die sie selbst gerufen hat. Damals, als es ihr darum ging, den biederen AfD-Mitbegründer Bernd Lucke loszuwerden, war ihr nahezu jeder Verbündete recht. Selbst wenn er weit rechts stand. Schon sehr bald könnte sie Luckes Schicksal teilen.

Skandale, Ränkespiele und ekelhafte Äußerungen

Die AfD allerdings, die praktisch nur noch mit Skandalen, Ränkespielen und ekelhaften Äußerungen von sich reden macht, könnte – wie vor ihr die Piraten – schnell zu einer Randnotiz der deutschen Parteiengeschichte zu werden.

Dabei haben ihre Umfrage-Höhepunkte gezeigt, dass es durchaus Bedarf an einer politischen "Alternative" gibt. Allerdings nicht an einer, die in Teilen der NPD nacheifert, und die vor allem mit sich selbst beschäftigt ist.

 

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