AZ-Kommentar Münchner CSU contra Seehofer: Kein Zwergenaufstand

Seehofer verliert an Rückhalt in der Partei. Das ist nicht nur ein Zwergenaufstand, meint AZ-Lokalchef Felix Müller. Foto: dpa/az

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Münchner CSU-Revolte gegen den eigenen Parteichef.

Ja mei, die Münchner. Könnte man in der Staatskanzlei denken. So richtig ernst genommen hat man sie eh nie, sollen die Städter doch aufbegehren. Doch so einfach ist die Lage nicht. Erstens ist der Aufstand der Münchner mehr als das leises Murren der Zu-Kurz-Gekommenen, das in der CSU schon immer zur Folklore gehört. Und zweitens sind die Münchner ja nicht alleine.

Sie hatten feine Sensoren für den Zeitpunkt ihrer kleine Revolte. Überall im Freistaat begehren CSU-Verbände gegen Seehofer auf. Der Gegner ist ein angeschlagener Boxer. Und: Zur Spitze der Münchner CSU gehören Seehofer-Regierungsmitglieder, sein Co-Generalsekretär, der Zweite Bürgermeister. Sie alle sind beteiligt am Aufstand – oder zu schwach, ihn zu stoppen. 

Ja, die Revolte ist mehr als ein Zwergenaufstand. Was aber noch nicht heißt, dass sich die Münchner am Ende gegen Machtmensch Seehofer nicht doch verzockt haben könnten.

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