AZ-Kommentar Hü und Hott in der CSU - Die Zeit drängt

Clemens Hagen.
Für AZ-Redakteur Clemens Hagen steht fest: Wenn die CSU in Bayern nur einen Wahlkampf mit gebremstem Enthusiasmus hinbekommt, ist die Kanzlerschaft in Gefahr. Foto: dpa/Tobias Hase/az

AZ-Redakteur Clemens Hagen über die Unruhe in der CSU.

München - An der Basis rumort es. Verständlich. Monatelang kam Dauerfeuer gegen Angela Merkel aus München, dann plötzlich "Friedensgipfel" und Kanzlerkandidaten-Kür in geradezu aufreizender Harmonie zwischen der CDU-Chefin und dem CSU-Chef. Wer soll bei diesem Hü und Hott noch mitkommen? Wer soll sich da nicht überrumpelt fühlen?

Fest steht: Wenn die CSU in Bayern nur einen Wahlkampf mit gebremstem Enthusiasmus hinbekommt, und danach sieht es momentan aus, dann ist die Kanzlerschaft in Gefahr. Ein starkes Ergebnis im Freistaat ist für Angela Merkel – wie für alle Unionskandidaten vor ihr – von essenzieller Bedeutung.

Stellt sich die Frage, wie es die Parteioberen schaffen wollen, die Reihen wieder zu schließen und auf den Kampf gegen die plötzlich wiedererstarkte SPD einzuschwören. Einfach wird es nicht. Und die Zeit drängt.

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