AZ-Kommentar Hauptbahnhof-Umbau: Nicht nur rumdoktern

Nicht nur rumdoktern, sagt Lokal-Chef Felix Müller. Foto: Linda Jessen

Der Lokalchef über die Flügelbahnhöfe und den barrierefreien Ausbau.

Es gibt nicht mehr viele Hauptbahnhöfe, die älter aussehen als der Münchner. Der alte Stuttgarter Bahnhof war schon bevor er zur Großbaustelle wurde so ein Fall. Dreckig, zugig, voller Tauben. Und doch war man als Münchner überrascht, wie angenehm es war, dort umzusteigen. Konnte man doch in der Mitte des Bahnsteigs in eine Unterführung und schnell zu anderen Zügen kommen.

München aber leidet am klassischen Kopfbahnhof-Konzept. Wer auf Gleis 19 am Ende des Zuges aussteigt und auf Gleis 16 muss, läuft den ganzen Zug entlang, ein paar Meter rüber zum anderen Gleis – und dann, je nachdem, wo sein Sitzplatz ist, möglicherweise wieder ganz nach hinten. Ganz absurd wird es, wenn der Reisende von einem Flügelbahnhof zum anderen muss – für Ältere oder Gehbehinderte ein richtig beschwerlicher Fußmarsch.

Jetzt wird der neue Glas-Bahnhof geplant. Einfachste Bedürfnisse der Bahnfahrer stehen nicht oben auf der Liste, auch wenn jetzt ein bisserl an den Bahnsteigen gedoktert wird. Eine Unterführung – oder Brücke –zwischen den Flügelbahnhöfen mit Zugang zu allen anderen Gleisen wird offenbar immer noch nicht konkret geplant.

Dabei zeigt das Sperrengeschoss ein paar Meter weiter, wie es geht. Eine moderne, helle Unterführung, Geschäfte, die abends offen haben: So steigert man auch gleich das Sicherheitsgefühl. Es spricht alles für eine Querverbindung.

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