AZ-Kommentar Die Bayern und Heynckes: Ein schweres Erbe

Als ob er nie weg gewesen wäre: Trainer Jupp Heynckes zwischen den Profis des FC Bayern. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Vom Jäger zum Gejagten: In knapp vier Wochen hat Trainer Jupp Heynckes den kriselnden FC Bayern wieder an die Tabellenspitze der Bundesliga geführt - und dies mit deutlichem Vorsprung. AZ-Sportchef Christoph Landsgesell kommentiert. 

Vor 29 Tagen, am 10. Oktober, übernahm Jupp Heynckes das Traineramt beim FC Bayern, noch keinen ganzen Monat hat er bislang an der Säbener Straße gearbeitet.

Und trotzdem: Die Entscheidung der Vereinsoberen pro Heynckes, das lässt sich schon jetzt sagen, war absolut richtig.

In der Bundesliga zurück an der Spitze, im DFB-Pokal gegen RB Leipzig weiter, in der Champions League stabilisert: Mit Heynckes ist nach dem Larifari-Saisonstart unter Carlo Ancelotti der Erfolg zurückgekehrt. Das dürfte sich im Normalfall (Meisterschaft), Idealfall (Double aus Meisterschaft und Pokal) oder im Falle einer außergewöhnlichen Ausnahme (Champions League) am Saisonende in Titel(n) auszahlen.

Dabei muss Heynckes im Weltfußball niemandem mehr etwas beweisen, strategisch seine Zukunft planen, Kompromisse eingehen. Er coacht im Hier und Jetzt. Das ist der größte Vorteil des 72-Jährigen. So ähnlich war es bereits in der Triple-Saison 2012/2013, als Heynckes im Winter offenbart wurde, dass ihn Pep Guardiola zur kommenden Spielzeit als Trainer ablösen würde.

Auch diesmal ist im Sommer Schluss – wohl endgültig.

Heynckes könnte seinem Nachfolger erneut eine Trophäen-schwere Bürde hinterlassen. Und nicht nur das: Der Nachfolger auf der Trainerbank – im Moment werden Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann die besten Chancen eingeräumt – muss außerdem endgültig den Umbruch einleiten, das Team verjüngen.

So oder so: Leicht wird es für den Jupp-Erben nicht. Frag' nach bei Pep Guardiola.

Lesen Sie hier: Paukenschlag! Dr. Braun wirft als Bayern-Arzt hin

JETZT LESEN

4 Kommentare

Kommentieren

  1. null