AZ-Kommentar Bierpreis-Streit: Nerven liegen blank

, aktualisiert am 16.03.2017 - 08:50 Uhr
Ein Kommentar von AZ-Lokalchef Felix Müller zum Bierpreisstreit. Foto: Felix Hörhager/dpa/AZ

Lokalchef Felix Müller über die SPD und die Rolle von Oberbürgermeister Dieter Reiter im Bier-Streit.

Die ganze Stadt diskutiert die Bierpreisbremse. Und was sagt der OB? Mal wieder gar nichts. Von Dieter Reiter war die letzten Wochen keine Meinung zum Preisdeckel zu hören, auch seine SPD brummte immer nur, das werde doch eh nichts, sei nicht machbar, außerdem habe Wiesn-Chef Schmid ja noch gar keine konkrete Idee vorgelegt. Am Mittwoch nun ließ Reiter vom Krankenbett aus eine Mitteilung versenden, in der er Schmid abkanzelte.

Ob Reiter, einst selbst Wiesn-Chef, die Bierpreisentwicklung bedenklich findet: Dazu sagt er kein Wort. Offene Kritik an den Wirten, die sich erheblich im Ton vergriffen haben? Fehlanzeige. Souverän wirkt all das nicht. Es verfestigt sich der Eindruck, dass es der SPD nicht mehr um die Wiesn geht. Sondern um Parteipolitik. Man gönnt Schmid nicht, dass er den Mut hatte, sich mit den Bierbaronen anzulegen und einen populären Punkt machen könnte. Bei der SPD liegen die Nerven offenbar blank.

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