Autofahrer missbrauchen Rettungsgasse Auf Seitenstreifen überholt und gestürzt: Biker (58) tot!

Neun Tage nach dem Unfall erlag der Motorradfahrer im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. (Archiv-/ Symbolbild) Foto: Tobias Hase/dpa/AZ

Ein Motorradfahrer ist auf der A96 bei einem verbotenen Überholmanöver auf dem Seitenstreifen schwer verletzt worden. Wie die Polizei nun mitteilte, erlag der 58-Jährige am Mittwochmorgen seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Windach - Der Unfall ereignete sich bereits am 16. Oktober: Der Motorradfahrer überholte auf der A96 mehrere Fahrzeuge, indem er über den Seitenstreifen fuhr. Zeugenaussagen zufolge verlor er dann die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam in Schlingern und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Leitplanke. Der Mann wurde mit seinem Motorrad in die Luft geschleudert – nach einigen Metern kam er auf der Fahrbahn zum Liegen. Weshalb der 58-Jährige sein Motorrad plötzlich nicht mehr kontrollieren konnte, ist derzeit noch unklar.

Zwei Autofahrer, die versuchten, den umherfliegenden Teilen der Maschine auszuweichen, stießen dabei mit ihren Wagen zusammen und wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Rettungsdienst brachte den schwerverletzten Biker mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Dort erlag er am Mittwochmorgen seinen Verletzungen.

Rettungsgasse sorgt für Ärger

Als die Rettungskräfte am Montagnachmittag bei Windach (Lkr. Landsberg am Lech) zum Unfallort eilten, nutzten mehrere Autos die Rettungsgasse, um schneller voranzukommen. Für sie war die Fahrt an der Unfallstelle zu Ende – und es wurden Anzeigen erstattet. "Das verbotswidrige Nutzen der Rettungsgasse wird für sie auch noch ein Nachspiel haben. Anzeigen wurden durch die eingesetzten Polizeibeamten erstellt", so ein Sprecher der Polizei.

Die Autobahn 96 war etwa eine Stunde komplett gesperrt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 40.000 Euro.

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