Der "Spiegel" macht sich in seiner aktuellen Ausgabe über den Bart von Kai Diekmann lustig. Auf Twitter schlägt der "Bild"-Chef zurück.

Berlin/Hamburg - Zum Sozialverhalten von Orang-Utans heißt es im Online-Lexikon Wikipedia:

Begegnungen zwischen Männchen verlaufen meist feindselig. Orang-Utans sind ruhiger als andere Menschenaffen. Auffälligster Laut sind die lauten Schreie. Diese dienen dazu, andere Männchen auf ihr Revier hinzuweisen.

Gibt es Parallelen zu Alphajournalisten?

Fest steht: "Bild"-Chef Kai Diekmann hat "Spiegel"-Chef Wolfgang Büchner mit ebenjener Spezies verglichen. In einer handwerklich sicheren Collage auf Twitter.

Eine Retourkutsche.

Denn Büchners "Spiegel" beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe spöttisch mit Diekmanns vergleichsweise langem Bart. Der wirke "wie eine Mischung aus Waldschrat, Weihnachtsmann und Osama bin Laden", formulieren die Autoren.

Der Anschaulichkeit wegen zeigt das Hamburger Magazin dazu ein Foto des toten Terror-Fürsten. Und außerdem noch die Vollbartträger Bushido, Danny Bräuer und Elyas M'Barek.

Diekmann fand das mäßig unterhaltsam und twitterte am Sonntag an den "Spiegel" adressiert:

"Meine Güte, habt ihr wirklich keine anderen Themen?"

Und am Montagabend folgte die Affen-Collage mit dem Hinweis: "Ich bin sicher, der liebe Kollege @wbuechner findet das mindestens so lustig wie ich!"

Darunter parodiert er den "Spiegel"-Text und schreibt, dass Büchners "obere Gesichtshälfte wie eine Mischung aus Mantelpavian, Lisztäffchen und Orang-Utan" wirke.

Wolfgang Büchner, der sich zunächst nicht äußerte, reagierte am Abend kurz und souverän: mit einem Smiley.

Diekmann retweetete den Post - ein Verhalten, das wohl als versöhnliche Geste interpretiert werden kann.

Immerhin wurde der Streit nicht wie bei den von Diekmann erwähnten Lisztaffen gelöst. Wikipedia erläutert:

"Eindringlinge aus anderen Gruppen schüchtern sie ein, indem sie ihren Anal- und Genitalbereich deutlich zur Schau stellen."