Auf der Bodenseestraße Mit 142 km/h: Genervter Raser rast Raser davon

Der BMW raste so schnell durch Pasing, dass die Polizei Schwierigkeiten hatte hinterherzukommen. Foto: imago

Nicht auf der Autobahn, sondern auf der Bodenseestraße in Pasing haben Polizisten einen Raser mit über 140 km/h gestoppt. Die kuriose Begründung des Fahrers erspart ihm die saftige Strafe nicht.

Pasing – Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt! Ein BMW-Fahrer hat am späten Sonntagabend die Bodenseestraße mit einem Speedway verwechselt und wird jetzt erstmal für eine Weile zu Fuß unterwegs sein. Dabei hatte die Polizei, die ihn wenig später aus dem Verkehr zog, ursprünglich einen anderen Temposünder im Visier!

Zuvor war nämlich ein Mercedes bei den erlaubten 60 km/h mit 90 und einer auffällig lauten Auspuffanlage an der Zivilstreife vorbeigerast. Als dann kurz darauf der BMW vorbeischoss, entschieden sich die Beamten für die Verfolgung des größeren Übels.

Dabei gab der 47-jährige BMW-Fahrer so stark Gas, dass die Polizisten große Mühe hatten, dranzubleiben. Während der Verfolgungsjagd errechnete das Videosystem im Dienstfahrzeug eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 142 km/h. Erst auf der A99 gelang es, den Temposünder anzuhalten. Seine Begründung für die Raserei: Der Mercedes-Fahrer und dessen lauter Auspuff haben ihn genervt. Obwohl er da wahrscheinlich entfernt etwas mit den Beamten gemeinsam hat, half ihm das auch nicht. 1.200 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg, stehen am Ende unterm Strich.

Auch der Mercedes-Raser kommt nicht ungeschoren davon

Den Mercedes-Raser suchte die Polizei, die sein Kennzeichen notiert hatte, dann zu Hause in Landsberg am Lech auf. Der 27-Jährige gab zu, zum Tatzeitpunkt am Steuer gesessen zu sein und hat zusätzlich zu den 300 Euro Bußgeld und dem einen Punkt in Flensburg Ärger wegen der manipulierten Auspuffanlage und schlechter Bremsen. Die Kosten für die technische Untersuchung muss er ebenfalls übernehmen. 

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