Auf der A99 Lkw-Unfall: Schweine auf Autobahn geschlachtet
dpa/az, 22.02.2013 12:37 UhrEin 73-Jähriger fährt mit seinem Lkw auf der A99 zu weit rechts und touchiert die Leitplanke. Der Sattelzug kippt um! An Bord: 670 Jungschweine, die teils sofort geschlachtet werden müssen.
Hohenbrunn - Blutiges Ende eines Tiertransports: Nach einem Lkw-Unfall auf der Autobahn 99 in Oberbayern sind rund 670 Ferkel an der Unfallstelle notgeschlachtet worden. Der 73-jährige Fahrer des Viehtransporters war in der Nacht auf Freitag kurz vor der Raststätte Vaterstatten (Landkreis Ebersberg) von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Der Lastwagen kippte in eine Böschung und blieb auf der Seite liegen.
Weil kein Ersatztransporter organisiert werden konnte und die Jungschweine die Minusgrade nicht lange überlebt hätten, wurde auf Anordnung der Amtstierärztin umgehend mit der Schlachtung begonnen. Mehrere Metzger aus der Umgebung wurden dazu aus dem Bett geklingelt und zur Unfallstelle gerufen.
Bei der mehrstündigen Massenschlachtung sei alles nach Vorschrift gelaufen, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. Die Tiere wurden zunächst betäubt und anschließend getötet. Aufgrund des in der Stresssituation beim Unfall ausgestoßenen Adrenalins sei das Fleisch nicht mehr verwertbar.
Ursprünglich sollten die Ferkel aus Dänemark zur Mast nach Italien transportiert werden. Die Kadaver werden in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt.
Wegen der Bergung des Sattelzugs wurde die A 99 in Richtung Salzburg für mehrere Stunden komplett gesperrt. Ermittlungen gegen den 73-jährigen Fahrer oder das Unternehmen wurden nicht eingeleitet. Ein Polizeisprecher sagte, der Unfall sei wegen eines Fahrfehlers geschehen, der jedem hätte passieren können. Es entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich.






Tierschutz und Verbandsklagerecht
Das ist eine schreckliche und traurige Meldung für Mensch und die Tier. Wenn ich die Kommentare hier lese muß ich feststellen: Niemals ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen - da muß man ja Angst bekommen um die Menschenrechte. Gut möglich, daß der Mann den Transport fahren mußte weil der eigentliche Fahrer ausgefallen ist?, er zu wenig oder keine Rente bekommt? oder sonst eine Zwangslage dazu verpflichtet hat? Mancher ältere Mensch fährt besser als ein junger, so etwas kann man doch nicht verallgemeinern. Es gibt wahrlich genug Unfälle von jungen Fahrern. Etwas weniger Urteile über Menschen und Situationen die man nicht kennt wäre angebracht. Natürlich ist es falsch, Tiere tausende Kilometer durch Europa zu karren, Billigfleisch zu kaufen oder zu verkaufen. Dafür braucht man nur Verstand, keine Klagen. Es wäre durchaus denkbar, daß unsere Politiker in der EU einen noch tiergerechteren Umgang auch in der Lebensmittelproduktion veranlassen ganz ohne emotional aufgebauschte Sensationen und den Druck von Tierschützer. Unfälle wird das leider nie ganz ausschließen. Besser stecken wir das Geld in die Ausbildung unserer Kinder, damit sie den Sinn von Tierschutz auch begreifen, als in völlig unnötige Gerichtsverfahren. Denn Bildung ist letztendlich der einzige Schlüssel zu vernünftigen Lösungen und Verbesserungen wo sie notwendig sind.
schlechter Journalismus
Warum schalten Sie meinen Kommentar zur Abendzeitung nicht frei? Ich finde es nicht richtig von Ihnen, die Artikel einfach umzuschreiben, die bereits kommentiert wurden. Sie können ein update machen. Meine Kommentare haben dadurch keinen Zusammenhang mehr.
den Fahrer
hätte man gleich mitkeulen sollen. Tiere bedeuten wohl nichts mehr. Es sind aber Lebewesen, wie Du und ich. Die Schmerzen & Freude empfinden. Und auch Angst vor dem Tod haben. Vegan zu leben ist für den einzelnen sicher eine Lösung. Der Tierschutz in Deutschland existiert nicht und muss dringend auf eine vernünftige Basis gestellt werden. Aigner kann es einfach nicht und will es wohl auch nicht. Ein Boykott des Verbrauchers wäre ein erster Schritt.