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Athen Heftige Proteste und Ausschreitungen in Griechenland

dpa, vom 10.02.2012 14:44 Uhr
Mit massiven Lohnkürzungen und Massenentlassungen fordert das neue Sparpaket den Griechen große Opfer ab. Doch die wollen die Pläne ihrer Regierung nicht tatenlos hinnehmen - der Wiederstand wächst und in Athen kommt es zu schweren Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten. Foto: dpa

Mit massiven Lohnkürzungen und Massenentlassungen fordert das neue Sparpaket den Griechen großer Opfer ab. Doch die wollen die Pläne ihrer Regierung nicht tatenlos hinnehmen.

Athen – In Griechenland wächst der Widerstand gegen die neuen Sparanstrengungen im Kampf gegen die Staatspleite. Während ein zweitägiger Streik den öffentlichen Verkehr im Land weitgehend lahmlegte, kam es im Zentrum Athens zu Zusammenstößen zwischen Autonomen und der Polizei. Am Nachmittag sollte der Ministerrat tagen, um über das Sparprogramm zu entscheiden. Die Abgeordneten sollen voraussichtlich am Sonntagabend abstimmen. Das ist aber nach Informationen aus dem Parlament noch nicht sicher.

Die Abstimmung könnte auch am Montag oder Dienstag stattfinden, hieß es. Bei den Auseinandersetzungen in der Hauptstadt lösten sich rund 200 Gewaltbereitete aus der ansonsten friedlich demonstrierenden Masse und warfen Steine und Brandflaschen auf die Polizisten, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Ordnungshüter setzten Tränengas ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Angaben zu Verletzten lagen zunächst nicht vor. Nach Schätzungen der Polizei waren rund 11 000 Menschen auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs. Aus Protest gegen das neue Sparprogramm hatten die größten Gewerkschaftsverbände zudem zu einem 48-stündigen Streik aufgerufen, der am Freitag begann.

Vor allem der öffentliche Verkehr wurde weitgehend lahmgelegt. Tausende Menschen mussten zu Fuß zur Arbeit gehen. Ministerien und staatliche Unternehmen blieben größtenteils geschlossen. In Athen fuhren keine Busse und Bahnen. Auch zu den Inseln gab es keine Fährverbindungen. Bis Sonntag sind zudem mehrere Demonstrationen geplant. Mit Blick auf die bevorstehenden Einschnitte rief Finanzminister Evangelos Venizelos die Menschen dazu auf, sich zu überlegen, dass die Alternative zu den harten Maßnahmen der finanzielle Untergang sei.

Die geplanten Einschnitte sehen unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor sowie Entlassungen von 150 000 Staatsbediensteten bis 2015 vor. Bis dahin soll Griechenland 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden sein. Das Sparprogramm ist Voraussetzung dafür, dass das Euro-Sorgenkind neue Milliarden-Hilfen bekommt. Andernfalls ist Griechenland bis Ende März pleite.

Die Euro-Finanzminister hatten Griechenland weiter unter Druck gesetzt und ihren Beschluss für das neue Hilfsprogramm am späten Donnerstagabend auf kommenden Mittwoch vertagt. Nur wenn Athen innerhalb einer Woche mehrere Bedingungen erfüllt, kann Griechenland mit dem dringend benötigten zweiten Rettungspaket von mindestens 130 Milliarden Euro rechnen. Notwendig ist zudem noch ein freiwilliger Schuldenschnitt im Volumen von 100 Milliarden Euro, auf den sich die privaten Gläubiger wie Banken mit Athen einigen müssen.

 

Kommentare (3)
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FEB
12
09:58 Uhr, geschrieben von Demokrat
@ Pattaya 5
Um diese Uhrzeit sollte man entweder ausgehen oder sich ins Bett legen. Was dabei rauskommt, wenn man das nicht macht, sieht man an Ihrem Beispiel.
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FEB
11
01:23 Uhr, geschrieben von Pattaya 5
Robben und Ribery ü b e r s c h ä t z t !
Bei Ribery trifft es auf alle Fälle zu, wie die Spiele v. Bayern gegen Dortmund (3 Niederlagen hintereinander), Hannover, Mainz und zuletzt Wolfsburg wieder eindrucksvoll bewiesen haben. Was hat er denn zu den letzten größeren Erfolgen unter v. Gaal schon groß beigetragen ? Nämlich weitgehend N I C H T S !!! Was hat er schon "Großartiges" bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in der franz. NM geleistet ? Wiederum N I C H T S !!! Die letzten größeren Erfolge unter v. G. haben die Bayern überwiegend v. G. und Robben zu verdanken. Zudem produziert Ribery immer wieder auf unsportl. Weise Schwalben (zuletzt gegen Wolfsburg, wobei der unberechtigte Freistoß auch noch zum Ausgleich geführt hat) und ist außerdem sehr unbeherrscht. Gegen Wolfsburg hätte er nach seiner vorangegangenen Sperre schon wieder ROT sehen können. Unverständlicherweise hat er nicht einmal GELB gesehen. Allerdings haben die Schiedsrichter bei Bayern-Spielen schon immer eine bes. Sichtweise, auch schon bei Kahn: Kung Fu-Attacke usw. Sein Stil mit seinen immerwährenden einfallslosen Sprints ist berechenbar und leicht zu unterbinden, wie die o.g. Spiele in der BL eindrucksvoll beweisen.
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FEB
10
23:27 Uhr, geschrieben von Alf
Chaos
Wenn es nicht anders geht dann eben Protest, Streik , das Land Lahmlegen, das ist gut für das Bauchgefühl aber schlecht für die Kassen. Früher oder später werden das auch die Griechen lernen.
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