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ars-technica 7 in Unterhaching Neun Vogelhäuser: Best of Paradise

Neun Vogelhäuser der Ausstellung Best of Paradise. Foto: und-magazin

Aufbau der Installation: Neun Vogelhäuser, die Architekturmodelle von fünf Weltreligionen und vier weltumspannenden Ideen und Ideologien darstellen, stehen großzügig verteilt im Ausstellungsraum.

Eine katholische Kirche aus Bayern steht neben der europäischen Zentralbank, EZB in Frankfurt. Daneben ein buddhistischer Tempel aus Myanmar, der als Nachbarn das Leninmausoleum in Moskau hat. Neben einem griechischen Tempel aus Sizilien reiht sich die Moschee aus Java, Indonesien, ein. Das Ensemble wird erweitert durch einen Hindutempel aus Bali, das Guggenheim Museum in New York und die jüdische Synagoge in München.

Der Ausstellungsraum ist erfüllt mit sehr intensivem und brillantem Vogelgezwitscher, das an einen frühen Morgen im Wald erinnert. Nähert man sich einem der Vogelhäuser, hört man Klänge und Gesang, die die jeweilige Glaubensrichtung spiegeln. z.B. ertönt aus dem Mausoleum Lenins unter anderem die „Internationale“, während der buddhistische Tempel mit den Mantras der Mönche wirbt. Das Zwitschern der Vögel erfüllt den Raum dauerhaft, die Heilsversprechen sind nur dann hörbar, wenn man sich den einzelnen Tempeln nähert.

An eine Wand des Ausstellungsraumes wird ein Einkanal - HD Video projiziert, das dieselben Vogelhäuser zeigt, die während eines mehrmonatigen Feldversuchs im Winter 2013/14 in der Natur aufgestellt wurden. Es entstand ein gleichgestelltes Nebeneinander dieser Religions- und Gesellschaftsmodelle, das damit deren Alleinstellungsanspruch kritisch hinterfragt. Filmisch untersucht wurde, welcher der Glaubensrichtungen sich die Vögel am häufigsten zuwenden würden.


ars-technica 7 in Unterhaching vom 28.04.2017 - 01.05.2017

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