Stammstrecke S-Bahn-Sperrungen: Jetzt ist ein Jahr Ruhe
Rudolf Huber, 20.08.2012 17:10 Uhr
Für ein Jahr erledigt: Die Stammstreckensperrungen werden sich 2013 aber wiederholen - wegen diverser Baumaßnahmen.Foto: Daniel von Loeper
Großbaustelle an der Stammstrecke: Die Bahn zieht nach sieben Wochen eine positive Bilanz.
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MÜNCHEN Dem Münchner S-Bahn-Chef ist die Erleichterung anzusehen. „Die letzten sieben Wochenenden haben unseren Kunden einiges abverlangt”, sagt Bernhard Weisser. Sieben Wochenenden mit der Stammstrecke als Mammut-Baustelle, mit Vollsperrung und Schienenersatzverkehr. Trotz einiger Probleme lief der Betrieb zufriedenstellend.
„Unsere Fahrgäste haben sich schnell auf das Ersatz-Verkehrskonzept eingestellt", sagt Weisser. „Sie haben viel Verständnis gezeigt für die oftmals längeren Fahrzeiten und häufigeren Umstiege.”
Vor allem die Samstagnachmittage mit Fußgänger-, Fahrrad- und Automassen rund um Stachus und Viktualienmarkt machten Schwierigkeiten – die Ersatzbusse kamen nur sehr schleppend durch. Auch eine – trotz aller Koordinierungsmaßnahmen – unverhoffte Zusatzbaustelle auf der Donnersberger Brücke sorgte für Verspätungen. Und der Umzug zum Christopher Street Day ebenso.
Insgesamt wurden an den sieben Wochenenden rund 1,5 Millionen Passagiere bei etwa 10000 Busfahrten transportiert. Viele stiegen auch auf U-Bahn oder Tram um – oder gingen gleich zu Fuß.
„Der Kern des Erfolgs waren die 200 zusätzlichen Servicekräfte”, so Weisser. „Sowohl die Mitarbeiter der Bahn, wie auch die zusätzlichen Mitarbeiter gaben sich die größte Mühe, die Fahrgäste auf den besten Weg zu schicken”, lobt auch Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste.
Er fordert künftig „freie Bahn für SEV-Busse”. Die Behörden müssten noch mehr für die Fahrgäste tun „und öfter einmal eine Entscheidung für den Linienverkehr auch an der Oberfläche treffen”.
Die S-Bahn will das heuer Gelernte nächstes Jahr in die Praxis umsetzen. Es stehen wieder umfangreiche Bauarbeiten und Stammstrecken-Sperrungen an.
Weisser: „Damit die Busse möglichst wenig behindert werden, müssen zum Beispiel Baustellen, Kundgebungen oder andere Veranstaltungen in der Innenstadt auf ein Minimum reduziert werden.”
Mein Gott
@ S-Bahn Fahrer: Nix kapiert? Nein, wohne nicht an der U-Bahn, hab ein Pferd:-) Ja auch ich benutze die S-Bahn täglich. Manche, haben Gott sei Dank, meinen Kommentar verstanden. Busse raus zw. Hauptbahnhof und Ostbahnhof.
@S-Bahn-Fahrer
Ich glaube, Sie haben den Kommentar von Münchner nicht richtig gelesen. Es geht nicht um die Abschaffung der S-Bahn sondern es geht um den SEV zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof. Und auf dieser Strecke kann man auch die U4/5 und die Tram Linie 19 benutzen. Die U4/5 fährt parallel zur S-Bahn Stammstrecke. Mir war und ist es eh ein Rätsel, wieso man den SEV über das Tal durch den Viktualienmarkt (Fußgängerzone) schickt. Dass diese Stellen im Sommer am Wochenenden wegen Touristen und Kaufwütigen voll ist, ist doch logisch. Auch finde ich es eine Unverfrorenheit von dem S-Bahn Chef zu fordern, daß dann halt öffentliche Veranstaltungen in der Zeit zurück geschraubt werden sollen. Die Altstadt ist zu voll als dass da noch viele SEV Busse durchpassen. Ich finde es viel Interessanter, wann denn mal die ganzen unterirdischen S-Bahnhöfe keine Baustelle mehr sind. Da wird doch schon ewig hingewerkelt.
Abverlangt?
Die Worte des S-Bahn-Chefs „Die letzten sieben Wochenenden haben unseren Kunden einiges abverlangt” klingen in den Ohren eines Pendlers wie der blanke Hohn, wenn man sieht was die S-Bahn ihren Kunden zur Hauptverkehrszeit regelmäßig abverlangt. Da sind die sieben Wochenenden doch nur ein Klecks dagegen, der schon lautlos hingenommen wird.