Anbau gesperrt Feucht gebaut: Schule muss saniert werden

Vier Ganztagsklassen müssen deswegen ins Hauptgebäude der Schule verlagert werden. (Symbolbild) Foto: dpa

Der Anbau der Grundschule am Schubinweg bleibt vorläufig gesperrt.

Lochhausen - Die Lage bildet die Vorlage für ein paar fröhliche Wortspiele. Der an die Grundschule am Schubinweg angeschlossene Hort zum Beispiel heißt „Schubidu“ – frei nach einem beschwingten Lied aus dem Dschungelbuch. Grund für gute Laune hat man am Schubinweg derzeit aber eigentlich nicht.

Wie die Stadt den Eltern der Schulkinder Ende vergangener Woche mitteilen musste, ist der erst kürzlich eröffnete Erweiterungsbau der Schule vorläufig nicht mehr benutzbar. Die zuständige Baufirma hat beim Errichten des Pavillonbaus offenbar feuchte Bauteile verwendet. Vergangenen Dezember, kurz nach Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes, begannen sich jedenfalls die Bodenplatten zu wellen.

Aufwendige Trockenlegung

Bei einer eilig anberaumten Untersuchung der Raumluft konnten zwar keine Schimmelsporen in den Klassenzimmern nachgewiesen werden. Der Pavillonbau wurde vorsichtshalber aber trotzdem gesperrt. Bei der Suche nach der Ursache für die gewellten Bodenplatten entdeckte die Stadt aber einen erheblichen Feuchteschaden in den Böden.

In mehreren aufwendigen Sanierungsschritten muss das Gebäude nun trockengelegt werden. Das städtische Schulreferat geht davon aus, dass die Arbeiten mindestens sechs Monate dauern werden. Rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahrs im September ist der Pavillonbau wohl jedenfalls nicht wieder einsatzbereit.

Schule stößt an Grenzen

Für die Schule ist das eine kleine Katastrophe. Vier Ganztagsklassen müssen samt Mittagsbetreuung nun ins Hauptgebäude der Schule verlagert werden. Um die beengte Situation etwas aufzulockern, will sich das Schulreferat aber um eine Übergangslösung bemühen.

Die Stadt will zudem Schadenersatz einfordern. Der Anbau hat schließlich 8,5 Millionen Euro gekostet. Da war der ganze Ärger aber noch nicht eingepreist.

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