Tipps zum Event Museen, Busse, Zeiten: So läuft die Lange Nacht der Museen

Paläontologisches Museum: Der Urelefant von Mühldorf. Foto: Maren Köhler

Zum 19. Mal lädt die "Lange Nacht der Münchner Museen" zum Rundgang durch renommierte Ausstellungshäuser, kleine Galerien und hinter so manche Kulisse von Wissenschaft und Technik.

Mit dem Museumsnacht-Ticket können die Besucher auch die sechs Shuttlebuslinien nutzen, die die Ausstellungshäuser miteinander verbinden. Die Linien sind zwischen ca. 18:45 und 2 Uhr im 10-Minuten-Takt unterwegs. Zentraler Knotenpunkt: der Odeonsplatz.

Und eine Linie ist sogar selbst eine Attraktion: Zwischen der Museumsinsel und dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums fährt das "Rollende Museum" – ein Oldtimer-Bulli. Zwischen ca. 20 und 1 Uhr kann man auch mit der Museums-Tram entspannt von Museum zu Museum fahren. Die Tram pendelt zwischen Sendlinger Tor und Max-Weber-Platz.

Und weil der eine lieber technische Wunderwerke, der andere vielleicht lieber Gemälde aller Meister mag: Die 90 Museen, die von 19 bis 2 Uhr zu begehen sind, bedienen die unterschiedlichsten Sparten. Die AZ zeigt mit einer kleinen Auswahl, was sie alles zu bieten haben. 

Für Geschichtsinteressierte: Stadtmuseum, Staatsarchiv

Vor allem für Geschichtsinteressierte sind hier einige Adressen dabei: Das Münchner Stadtmuseum (St-Jakobs-Platz), das Jüdische Museum, das Bayerische Haupsstaatsarchiv (Ludwigstraße) und das NS-Dokumentationszentrum (am Königsplatz) zum Beispiel.

Wer den Abschiedsschmerz von der Wiesn noch nicht überwunden hat, kann im Bier- und Oktoberfestmuesum (Sterneckergasse) vorbeischauen, das Deutsche Theatermuseum (Akademiestraße) legt den Fokus auf die Schauspielerin Gisela Stein. Im Alpinen Museum (Praterinsel) gibt’s Musik: Hier spielen von 21 bis 0 Uhr stündlich die Gamskampler ihren satirischen Volkspunk.

Naturliebhaber: Geologisches Museum, Xylothek

Eine wissenschaftliche Form der Selbstfindung erlebt man in der Anatomischen Sammlung – die zeigt die Organe des menschlichen Körpers. Falls das zu viel der Pathologie ist: Auch das Museum Mensch und Natur, das Geologische Museum und das Jagd- und Fischereimuseum machen mit.

Luft schnappen kann man im Botanischen Garten - und kennen Sie die Xylothek? Die TU München zeigt hier ihre Holzausstellung.

Alles für Kunstfreunde: Pinakotheken, Villa Stuck

Die wohl längste Liste der teilnehmenden Häuser bilden die Kunstaussteller. Zu den bekanntesten gehören die Neue Pinakothek, die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus. Im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst beantworten die "Uschebtis" die Fragen der Gäste – eine kleine Stärkung im Museums-Marathon gibt’s hier auch.

Und in der Villa Stuck gibt es riechbare Rituale: Die Japanische Künstlerin Hisako Inoue lädt ein, die Geruchskultur ihrer Heimat kennenzulernen. Die Führungen um 21 und 23 Uhr eignen sich auch für blinde und sehbehinderte Menschen.

Auch Münchner Kirchen machen mit

Auch eine ganze Reihe Münchner Kirchen macht bei der Museumsnacht mit. In der Ehemaligen Karmeliterkirche werden Erinnerungen gesammelt, in St. Bonifaz erfährt man mehr über die Umwege der Beisetzung von Königin Therese, Gattin Ludwigs I. Außerdem gibt’s Pfälzer Wein und Andechser Bier und Brot – was die Benediktiner halt so zu schätzen wissen.

Technik-Affine erfreut MTU und MVG

Besonders Fahrzeug- und Maschinenfans kommen bei den Technik-Teilnehmern auf ihre Kosten. Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und bietet Führungen an, bei denen historische Flugmotoren und Technologien, die uns in der Zukunft begegnen werden, zu sehen sind.

Alltäglicher geht es im MVG Museum zu. Immerhin 130 Jahre gibt’s die MVG schon, beim Gang durch ihre Geschichte sind alte Busse und Züge sowie die Pferde-Tram zu sehen. Auch schön für Kinder, die am Samstag vielleicht ausnahmsweise Mal länger aufbleiben dürfen.

Wenn der Nachthimmel klar ist, kann man an der Volkssternwarte durch die Fernrohre schauen. Mit dabei sind auch die Hochschule für Film und Fernsehen, die "Denkstätte Weiße Rose" und das Lapidarium am Alten Südlichen Friedhof mit seinen Skulpturen.


Zentrum der Langen Nacht mit Kassenzelt und Infoständen ist der Wittelsbacherplatz. Karten: 15 Euro inklusive Bus-Shuttle. Alle teilnehmenden Häuser unter muenchner.de

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