Als FdS-Vorstand 1860-Verwaltungsrat Markus Drees legt Amt nieder

Aufsichtsrat Markus Drees tritt als FDS-Vorsitzender zurück. Foto: sampics/Augenklick

Dr. Markus Drees, zuletzt Verwaltungsrat des TSV 1860 und Vorstand der Freunde des Sechz'ger Stadions in Personalunion, wird künftig wegen möglichen Interessenkonflikten nur noch das Amt im Kontrollgremium der Löwen besetzen.

München - Der Verein "Freunde des Sechz’ger Stadions" (FDS) hat einen neuen Vorsitzenden. Dr. Markus Drees, der seit 2012 an der Spitze der FDS war, ist am 9. November im Einvernehmen mit den Kollegen im Vorstand zurückgetreten. Das teilte dieser am Freitag auf Facebook mit.

Markus Drees: Interessenkonflikte nicht ausgeschlossen

"Es ist mir nicht leichtgefallen, aber im Rahmen der Stadiondiskussion bei 1860 in Zukunft sind Interessenkonflikte als Verwaltungsrat bei 1860 nicht ausgeschlossen", so der scheidende Vorsitzende, "ich betone in Zukunft, denn die Rückkehr ins Grünwalder Stadion nach dem Abstieg in die Regionalliga war alternativlos und hatte nichts mit meiner Rolle bei der FDS zu tun. Ich möchte aber als Vereinsvertreter des TSV 1860 frei sein bei der Stadionentscheidung."

Nach "Scheichlied"-Post: Ismaik forderte Rücktritt

Unklar ist, welche Rolle bei Drees' Entscheidungsfindung die "Scheichlied-Affäre" hatte: Investor Hasan Ismaik hatte kritisiert, dass besagtes Schmäh-Lied auf der Seite der FDS gepostet wurde und Drees im Nachgang darauf verzichtet hatte, sich davon zu distanzieren. Der Jordanier hatte daraufhin Drees' Rücktritt aus dem Verwaltungsrat gefordert. Nun ist Drees zwar zurückgetreten – allerdings von seinem anderen Amt.

Martin Scherbel als neuer Vorsitzender

Vom Vereinsvorstand wurde Martin Scherbel (40) zum neuen Vorsitzenden gewählt. "Wir haben in den letzten Jahren während des Exils in der Arena nicht mehr daran geglaubt, dass die 1. Mannschaft des TSV 1860 jemals wieder in Giesing spielen würde. Nach den Entwicklungen der letzten Monate gilt es jetzt Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die Fehler aus den Jahren 1995 und 2005 nicht wiederholt werden", wird Scherbel zitiert.

Die Löwen bräuchten "als Alleinstellungsmerkmal die Nische des sympathischen Stadtteilklubs, um bei Sponsoren und Fans zu punkten", wobei die Spielstätte an der Grünwalder Straße "eine herausragende Rolle" spiele. Das gelte es "allen Verantwortlichen bei Sechzig und der Stadt München bewusst zu machen".

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