Alpträume und Angstzustände Überfall auf Rentnerin (86) war Mordversuch: Acht Jahre Haft

Prozessauftakt: Andreas C. mit Anwalt Florian Wurtinger. Foto: jot

Das Landgericht verurteilt den Angeklagten wegen versuchtem Mord.

München - Andreas C. (23) schüttelt während der ganzen Urteilsverkündung mit dem Kopf. Er sieht ganz offensichtlich nicht ein, dass ihn das Landgericht wegen versuchten Mordes verurteilt. Der 23-Jährige soll am 10. März 2016 eine 86-jährige Rentnerin in ihrem Ottobrunner Haus überfallen und böse zugerichtet haben. Die stark blutende Frau habe er bewusstlos zurückgelassen.

Die Strafkammer verurteilt ihn am Donnerstag zu acht Jahren Haft. Neben dem Mordversuch fließen in die Strafe auch mehrere Einbrüche ein. Drei Einbrüche hat Andreas C. zum Prozessauftakt auch eingeräumt. Den Überfall will er aber nicht begangen haben.

Doch die Ermittler hatten eine brauchbare DNA-Spur im Haus der Rentnerin gefunden. Andreas C. habe sich durch seine Garten- und Schneeräumarbeiten für sein Opfer auf dem Anwesen ausgekannt, so die Anklägerin Nina Prantl.

Zu den Folgen der Tat konnte das Opfer nicht mehr selbst vor Gericht aussagen. Ihr Gesundheitszustand hat sich nach dem Vorfall stark verschlechtert. Ihre Tochter berichtete im Zeugenstand, dass ihre Mutter immer noch unter starken Angstzuständen und Albträumen leide.

Dazu kommen unter anderem Herzprobleme und ein Schlaganfall. Die alte Dame lebt inzwischen in einem Pflegeheim.

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