Fünf Jahre ist das Amateurderby zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern, bei dem es zu Übergriffen seitens der Polizei gab, bereits her. Die Löwen-Fans demonstrieren.

München - "Wir wollen die Akten, wir wollen Aufarbeitung, wir wollen Gerechtigkeit"! Dieses Motto stellen die Löwen-Fans am Samstag, den 8. Dezember in den Mittelpunkt der Demonstration gegen die Vorkommnisse beim Derby der Amateur-Teams zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern von vor fünf Jahren. Damals, am 9. Dezember 2007, wurden 84 vemeintliche Löwen-Randalierer vor dem Wienerwald gegenüber vom Grünwalder Stadion festgenommen. Mit der Folge, dass mehrere der Festgenommenen von der Polizei schwer verletzt wurden. Bis heute sind die Vorfälle nicht komplett geklärt. Auch nach dem Derby soll es zu Übergriffen der Polizei gekommen sein.

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In Folge der Vorkommnisse kam es 2007 zu einer Klage gegen den Polizeieinsatz. Die "Löwenfans gegen Rechts" wandten sich in dieser Sache an den Anwalt Marco Noli, zu dessen Steckenpferden Fußball und politische Prozesse gehören. Im Laufe des Prozesses gingen dann Daten verloren, Akten wurden nicht ausgehändigt, die Klage wurde durch etliche Instanzen abgewiesen bis hin zum deutschen Bundesverfassungsgericht. Die nächste und letzte Instanz wäre der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

Die Löwen-Fans wollen solange weitermachen, bis die von ihnen geforderten Akten öffentlich gemacht werden. Mit der Demonstration am Samstag um 12 Uhr, Treffpunkt ist vor der Tela-Post in der Tegernseer Landstraße, soll wieder auf die Thematik aufmerksam gemacht werden - fünf Jahre nach den Vorfällen am 9. Dezember 2007.