Afterwork-Bus von München nach Kreuth Griaß di, Kreislauf: Nächtlicher Skitouren-Spaß am Hirschberg

Nach 500 Höhenmetern bergauf präparieren die Feierabend-Tourengeher ihr Material für die Abfahrt. Foto: mbu

Felle aufziehen, rein in die Bindung, Stirnlampe an und los geht die nächtliche Skitour. Münchner Wintersport-Fans konnten jetzt erstmals mit dem Afterwork-Bus zum Hirschberg fahren und sich dort auspowern.

"Wenn's euch schon zu warm ist, dann bleibts stehen und ziehts was aus", sagt Albert Maier, einer der Geschäftsführer der Skischule Tegernsee nach etwa zehn Minuten. Er zeigt den rund 25 Skitourengehern, die an diesem Donnerstagabend mit dem Afterwork-Bus von Dein Winter. Dein Sport. aus München an den Hirschberg in Kreuth am Tegernsee gekommen sind, wo's lang geht. Und dass der Hirschberg ganz schön steil sein und einen ins Schwitzen bringen kann, merken einige Tourengeher schon nach den ersten paar Höhenmetern. Dicke Winterjacken wandern in den Rucksack, Handschuhe braucht man an diesem Abend am Hirschberg bei drei Grad Plus auch nicht unbedingt.

Es ist die erste Afterwork-Fahrt, die die Münchner Agentur TOC organisiert hat. Um 18 Uhr geht's mit rund 25 unterschiedlich begnadeten Skitourengehern mit dem Bus vom ZOB an der Hackerbrücke Richtung Hirschberg. Die Wintersportler sind gespannt, was sie erwartet. Einige hatten noch nie Tourenski an den Füßen, manche seit Jahren nicht mehr und alle fragen sich, wie es sich anfühlt, wenn eine Stirnlampe die einzige Lichtquelle ist, die einem die Piste erleuchtet. Dennoch sind alle Afterworkler entspannt. Der Busfahrer verkauft Radler. Prostgeräusche erklingen vorne wie hinten im Bus.

Griaß di, Kreislauf!

Nach knapp eineinhalb Stunden Busfahrt kommen wir am Fuße des Hirschbergs an. Vor Andis Hirschbergstüberl kümmert sich die 26-jährige Isabela vom Tourenskihersteller Dynafit eifrig um diejenigen, die ohne eigenes Equipment angereist sind. Ski, Felle, Skischuhe, Stecken – den Wintersportlern aus der Stadt soll es an nichts mangeln. Nach einer Dreiviertelstunde kann der Afterwork-Tross gen Gipfel losgehen. Albert Meier und Bergführer Flori begleiten die Gruppe. Wenn ein Skischuh zwickt oder eine Bindung Mucken macht, dann helfen die zwei mit ihrer Expertise freundlich weiter. 

Auch wenn der Hirschberg eher als Familienbergerl am Tegernsee bekannt ist, kann er einem bergauf mit Tourenski ganz schön was abverlangen. Einige der Wintersportler entscheiden sich dazu, Serpentinen zu gehen – da geht's gleich leichter. Gut, dass nachts keine normalen Skifahrer unterwegs sind. Wie ein Schwarm Glühwürmchen schlittern wir mit unseren Stirnlampen kreuz und quer die Piste hoch. Der Kreislauf ist dermaßen in Schwung, so dass Jacken und Handschuhe ab jetzt nicht mehr gebraucht werden. Nach knapp einer Stunde und 500 Höhenmetern erreichen wir unser Ziel für die heutige Tour – die Bergstation der Hirschberglifte. Jetzt werden die Bindungen vom Steig- in den Abfahrtsmodus umgestellt, Splitboards zusammengeklipst und Mützen gegen Helme ausgetauscht. Es geht abwärts.

Nach dem Afterwork(-out) ist vor dem Weißbier

Obwohl es nur ein Funserl an Licht ist, das einem die Stirnlampe auf die Piste wirft, kann man geschmeidig seine Schwünge den gut präparierten Hirschberg hinunterziehen. Nachdem man den Berg ja quasi aus reiner Muskelkraft erzwungen hat – und den Lift hat Lift sein lassen – macht so eine Abfahrt gleich noch mehr Spaß.

Um 21.30 Uhr steht das Weißbier in Andis Hirschbergstüberl auf dem Tisch. Der Absacker nach der Afterwork(-out)-Tour ist eine verdiente Belohnung für die Skitourengeher. Dass die Feierabend-Tourengeher körperlich aktiv waren, merkt man auch, wenn man auf der Heimfahrt einen Blick durch den Bus wirft: schlafende Skitourengeher von vorne bis hinten. Um 23.30 Uhr fährt der Bus wieder in die Parkbucht am ZOB in München.

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