AfD-Spitzenkandidatin unter Druck Syrischen Flüchtling schwarz beschäftigt? So reagiert Alice Weidel

Alice Weidel ist sich keiner Schuld bewusst, den Bericht bezeichnet sie als "Fakenews". Foto: dpa/AZ/Facebook

Für Skandalschlagzeilen bei der AfD ist aktuell Spitzenkandidatin Alice Weidel verantwortlich. Nun muss die Flüchtlingskritikerin sich des Vorwurfs erwehren, selbst eine syrische Asylbewerberin zur Schwarzarbeit eingespannt zu haben. 

Im Wahlkampf warnt die AfD gerne vor Überfremdung und fordert deutlich schärfere Asylgesetze. Doch ausgerechnet die Spitzenkandidatin der Rechtspopulisten, Alice Weidel, die zuletzt durch ihre Flucht aus einer TV-Show und mutmaßliche Hetzmails für Aufsehen sorgte, soll eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz beschäftigt haben. Das berichtet nun die Wochenzeitung Die Zeit.

Laut Bericht ließ Weidel im Jahr 2015 zuerst eine Studentin der Islamwissenschaften ihre Wohnung in Biel in der Schweiz putzen. Dort lebt ihre Ehefrau mit den zwei Kindern. Danach habe die Studentin den Job an die syrische Asylbewerberin weitergegeben.

Als die Familie im Herbst 2016 in eine Eigentumswohnung umzog, soll auch die Putzkraft dabei gewesen sein. Das Gehalt soll Weidel den Frauen bar auf die Hand gezahlt haben. Einen Arbeitsvertrag hätte es dem Bericht zufolge nicht gegeben.

Alice Weidel zetert: "wenn den Gutmenschen nichts mehr einfällt"

Weidels Anwalt teilte der Zeit mit, Weidel habe "einen freundschaftlichen Kontakt" zu einer Syrerin, die auch in ihrem Haus zu Gast gewesen sei. "Dass die Asylbewerberin aber im Hause unserer Mandantin angestellt wurde oder als Angestellte gearbeitet hätte oder aber dafür Lohn bekommen hätte, ist jeweils falsch."

AfD-Sprecher Christian Lüth warf der Zeit am Mittwochabend vor, mit Bezug auf die Studentin zu unterschlagen, dass eine Barzahlung an Haushaltshilfen nach Schweizer Recht legal sei. "Hausangestellte müssen nur dann bei der kantonalen Ausgleichskasse angemeldet werden, wenn ihr Lohn im Jahr 750 Franken übersteigt. Löhne unter dieser Grenze sind beitragsfrei und nicht meldepflichtig."

Gegenüber der Zeit soll die Studentin aber inzwischen erklärt haben, mehr als 750 Franken verdient zu haben. 

Inzwischen hat sich Weidel selbst in trumpschem Tonfall zu den in ihren Augen "Fakenews" über Facebook geäußert. Dass den "Gutmenschen" nichts mehr einfallen würde, und sie daher ihre Freundschaft zu der syrischen Flüchtlingsfamilie als "Doppelmoral" bezeichneten, sei für sie zum "Totlachen". 

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