Abstimmung sorgt für Verwirrung Alt-Bogenhausen bekommt kein Anwohnerparken

Anwohnerparken gibt es an der Prinzregentenstraße – aber nur auf der einen Seite. Foto: Daniel von Loeper

Der Bezirksausschuss entscheidet sich gegen Lizenzen - Abstimmung sorgt für Verwirrung.

München - Parklizenzen für Alt-Bogenhausen, ja oder nein? Daran scheiden sich im Bezirksausschuss (BA) die Geister. Nun beschloss das Gremium das Aus für die Planungen. Die Stadt solle lieber den Bau von Anwohner-Tiefgaragen prüfen.

Die Haidhauser Seite der Prinzregentenstraße ist Parklizenzgebiet, die Bogenhauser nicht. So schwappt der Suchverkehr in die angrenzenden, lizenzfreien Straßen des 13. Stadtbezirk über.

Entscheidung dümpelt seit Jahren vor sich hin

Vor zehn Jahren hatte die Stadt bereits Pläne für Lizenzgebiete um Holbein- und Mühlbauerstraße erstellt, realisiert wurden sie nicht. Der BA forderte weitere Prüfungen für die Parkstadt Bogenhausen, weil er einen Verdrängungseffekt fürchtete.

Uneins war sich der BA immer in der Frage, ob Laternenparkplätze für Anwohner kosten dürfen. Abzocke sagen die einen, die Chance auf einen Platz vor der Haustür die anderen. Die Anwohner selbst haben den Plänen zweimal die rote Karte gezeigt. Die Entscheidung dümpelt seit Jahren vor sich hin.

Die CSU forderte im September das Aus für die Planung und Anwohner-Tiefgaragen. BA-Chefin Angelika Pilz-Strasser (Grüne) meinte: "Das sollte man prüfen. Die Beerdigung des Parkraummanagements lehne ich aber ab".

Martin Tscheu (SPD) fand: "Für Lizenzen wollen die Bürger nichts zahlen, warum dann für die Garage?" Peter Reinhard (CSU) erklärte, Lizenzen garantierten keinen Stellplatz: "Und was ist mit Besuchern und Zweitautos?"

Abstimmung sorgt für Verwirrung

Nach langer Diskussion wurde abgestimmt. Doch auch über den Beschluss war man sich dann wieder nicht einig. Zwar fand der Punkt „Parklizenz-Aus“ eine Mehrheit, weil der Grüne Holger Machatschek mit CSU und FDP dafür stimmte, auch die Tiefgaragen wurden beschlossen.

Das Gesamtpaket jedoch lehnt Machatschek ab – so fiel es mehrheitlich durch. Wolfgang Helbig (SPD) erklärte, der Gesamtantrag habe keine Mehrheit bekommen. Das städtische Direktorium, das der BA um Prüfung gebeten hatte, sieht das anders. Beschlossen wurde demnach der CSU-Antrag, die Parklizenzplanung wird eingestellt.

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