Der Marienplatz gehört von heute an nur noch den Fußgängern. Radfahrer müssen in Zukunft auf eine vertrackte Route ausweichen.

Altstadt - Am Marienplatz beginnt heute der Umbau des Hugendubels. Radler, Taxis und Busse müssen deshalb künftig eine Ausweichroute nehmen. Doch auch nach Beendigung der Baustelle soll der Marienplatz für alles, was Räder hat, gesperrt bleiben. Das Stadtzentrum soll in Zukunft ganz den Fußgängern gehören.

Wo sollen Radler jetzt langfahren? Im Norden wird der Hauptstrom künftig am Hofgarten abgeleitet. Die vorgesehene Route führt durch die Sparkassenstraße und am Viktualienmarkt vorbei.

 

Als Nebenroute dient weiter die Residenz- und Dienerstraße. Spätestens am Kaufhaus Beck muss der Radverkehr allerdings Richtung Altes Rathaus abbiegen. Im Süden werden Radler am Rindermarkt abgefangen und nach Osten um den Marienplatz herum geleitet. Die Rikschas dürfen vorläufig am Marienplatz stehen bleiben.

Die Stadt will das Durchfahrtverbot überwachen, „eine lückenlose Kontrolle ist zeitlich aber nicht leistbar“, heißt es aus dem KVR.

Wo kommen die Taxis hin? Taxler sollen künftig auf die Taxistände am Viktualienmarkt, im Rosental, am Rindermarkt und in der Dienerstraße ausweichen. Der zum Marienplatz nächstgelegene Taxistand wird künftig der im Tal sein (zirka 70 Meter Fußweg).

Was bedeutet die Sperrung für die Busse? Die Linie 52 kann von heute an die Haltestellen am Marienplatz und am Viktualienmarkt nicht mehr anfahren. Die Busse fahren von der Blumenstraße über den Altstadtring zum Sendlinger Tor und wenden dort. Die Linie 132 dreht am Isartor vorzeitig um. Die Haltestellen Tal, Marienplatz, Viktualienmarkt und Rindermarkt werden nicht bedient.

Stadt und MVG suchen derzeit gemeinsam nach einer Möglichkeit, zumindest eine der beiden Linien möglichst bald wieder eine Haltstelle in unmittelbarer Nähe des Marienplatzes einräumen zu können.