Ab 23. November Winter-Tollwood: Ein Festival für wirklich alle

Das Tollwood auf der Theresienwiese: Mit Straßenkunst und Feuerschluckern. Foto: Bernd Wackerbauer

Kommende Woche beginnt wieder das Winter-Tollwood. Es geht um Demokratie und ein friedliches Miteinander – auch in unruhigen Zeiten. Die AZ fasst die wichtigsten Infos zusammen.

München - Die Welt ist im Umbruch: Kriege, Flüchtlingsströme und politische Unruhen verunsichern, und viele fragen sich, wie es weitergeht mit Demokratie und freiheitlichen Werten. Um zu zeigen, dass die Verantwortung für diese Themen jeden einzelnen angehen, hat das Tollwood-Winterfestival, das vom 23. November bis 31. Dezember auf der Theresienwiese stattfindet, die Veranstaltung dieses Jahr unter das Motto "Wir, alle" gestellt.

Wie dieses Motto umgesetzt wird, und was sonst auf dem Festivalgelände noch alles geboten wird, lesen Sie in unserem großen Überblick.

Grand Chapiteau

Der Dschungel der Großstadt als Bühne: Mit "iD" kehrt der kanadische Cirque Éloize aufs Tollwood zurück. Mit einer Show, die Akrobatik mit Breakdance und Hip-Hop verbindet, entführen die Künstler die Zuschauer in eine Metropole voller Wolkenkratzer und Baukräne, in der sich trotz der rauen Umgebung eine Liebesgeschichte entspinnt. Auf Wunsch ist zu den Shows ein Vier-Gänge-Menü in Bio-Qualität zubuchbar. Spielzeit: 23. November – 22. Dezember (montags und am 28. Nov. spielfrei).

Bio-Gastronomie

Ob Polen, Kamerun oder Indien, auf dem Tollwood-Winterfestival kann man sich ohne Probleme einmal rund um die Welt essen, das internationale Gastronomieangebot macht’s möglich. Seit 2003 sind sämtliche Speisen auf dem Festivalgelände bio und im Esszimmer gibt es ausschließlich vegan-vegetarische Spezialitäten. Neu im gastronomischen Angebot sind in diesem Winter der "Wilde Kaiser" mit deftigen Gerichten und "Jürgens Spätzlehütte" mit veganen Spätzle.

Mondän tritt dagegen die neue Bar "Side-cars’s Winterchalet" auf. Und ein frisches Guinness gibt es im "Smallest Irish Pub at Tollwood" – im Paddy’s Shebeen.

Markt der Ideen

Originelles und schönes Kunsthandwerk gibt euch dieses Jahr wieder auf dem "Markt der Ideen". Rund 220 Stände sind auf dem Gelände insgesamt vertreten. Ideal für alle, die noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sind.

Wohnzimmer Demokratie

Ein gemütliches Wohnzimmer, nett eingerichtet, mit vielen Bildern an der Wand. So könnte es überall in Deutschland aussehen. Doch das Projekt auf dem Festivalgelände lädt nicht zum Füße hochlegen ein, sondern fordert die Besucher auf, Position zu beziehen: Die Motive der zehn an der Wand hängenden Bilder stehen für freiheitliche-demokratische Grundwerte. Neben jedem Bild befindet sich ein Telefonhörer, über den die Besucher eine konkrete Gewissensfrage gestellt bekommen.

Hexenkessel

Die Tief-im-Wald-Bar hält Winterschlaf, dafür hat die lokale Musikszene im Hexen-kessel eine neue Heimat. Hier gibt es täglich mindestens zwei Konzerte – von bayerischem Ska bis hin zu Dixie-Jazz. Beggars Banquet (Mo, 27. Nov.) liefern Hippie-Kammermusik, ihren Tribut an Bob Dylan zollen The Blissful Bob, In Cash we trust (Fr, 1. Dez.) überzeugt mit bayerischen Preziosen.

Mit Marc Dorendorf (Mo, 11. Dez.) macht das Publikum eine Zeitreise durch den Blues und Oansno (Di, 19. Dez.) bringt mit Balkan, Volks- und Partymusik die Tanzbeine in Schwung.

Kinder-Zelt

Im Kinderzelt lernen die jüngsten Festivalbesucher spielerisch, dass Miteinander und Gerechtigkeit großen Spaß machen können, zum Beispiel beim Klapptheater der freien Meinung. Im Weltsalon-Zelt tritt unterdessen ein Star des Kinderfernsehens auf: Willi Weitzel, bekannt aus "Willi will’s wissen", erzählt von seinen Reisen (So, 3. Dezember).

Weltsalon

Das multimedial gestaltete Zelt präsentiert sich "Schauplatz der Demokratie". Es gibt Kunstinstallationen, Podiumsdiskussionen, Kabarett und Benefizkonzerte. Am Sa, 16. Dezember, rundet ein Science Slam zum Thema Demokratie das Ganze ab.

Silvester

Hannes Ringlstetter und Ecco DiLorenzo and his Innersoul verabschieden auf der Tollwood Silvestergala das alte Jahr mit Kabarett und Musik. Dazu gibt es Live-Bands und DJs. Wer sich fragt, was das neue Jahr wohl bringt, kann sich an Tarotkartenleger Robert Alcazane wenden.

So kommen sie hin und weg: Besser mit Bus und Bahn

Da Parkplätze rund ums Festivalgelände rar sind, ist es wirklich besser, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Tollwood zu kommen. Wer eine Karte für eine Veranstaltung auf dem Tollwood hat, fährt ohnehin kostenlos: Alle Karten sind am jeweiligen Tag ab drei Stunden vor Einlass gültig für Hin- und Rückfahrt mit allen Verkehrsmitteln im MVV. D

amit es bei der U-Bahn während des Festivals nicht zu Engpässen kommt, verstärkt die MVG ab dem 23. November zeitweise ihr U-Bahn-Angebot. Um dem erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht zu werden, kommen an den Freitagen und Samstagen auf der U4 tagsüber und abends Langzüge mit sechs statt vier Wagen zum Einsatz.

Ab der Theresienwiese fahren die beiden Linien U4 und U5 bis etwa 0 Uhr jeweils im Zehn-Minuten-Takt Richtung Innenstadt, danach jeweils alle 20 Minuten bis 1.10 Uhr, in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sogar bis 2.10 Uhr.

Auf dem Festival-Gelände hat die MVG zudem fünf große Infomasten mit Aushang- und Minifahrplänen aufgestellt.


Hier mal im Überblick: Das Winter-Festival mit all seinen Zelten auf der Theresienwiese.

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