Der FC Bayern verliert in Turin mit 76:90. "Das schlechteste Spiel von uns in dieser Saison."

München - Neues Jahr, alte Erfolge? Mitnichten! Nach zuvor 20 Siegen in 21 Spielen zum Ausklang des Jahres 2017 - die einzige Niederlage in Reggio Emilia war dabei auch noch völlig unbedeutend - verloren Bayerns Basketballer ihr erstes Pflichtspiel 2018 bei Fiat Turin am Dienstagabend mit 76:90 (32:46). Ausgerechnet zum Start in die Zwischenrunde des Eurocups zeigte die Mannschaft von Trainer Sasa Djordjevic die schlechteste Leistung seit langem.

Ein Warnschuss zu Jahresbeginn, der überraschend kam, denn Turin gilt als schwächster Gruppengegner der im Wettbewerb bislang so souveränen Bayern. Ein Warnschuss aber, der deshalb auch umso deutlicher war. Und so ging Trainer Sasa Djordjevic, dessen Team in der ersten Hälfte gar nicht ins Spiel fand und sich 14 Ballverluste leistete, mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.

"Ich habe keine Erklärung für unsere erste Halbzeit, uns fehlte die Einstellung, um die physischen Anforderungen eines solchen Spiels zu erfüllen", schimpfte der Serbe, der seiner Mannschaft unterstellte, den Gegner unterschätzt zu haben. "Einige haben das hier zu leicht genommen und kennen den italienischen Basketball nicht. Das können wir uns nicht erlauben." Dabei hätte sein Team gewarnt sein müssen, bereits kurz vor Silvester hatte man in Reggio Emilia mit 82:90 verloren. Norditalien als schlechtes Pflaster für die Bayern.

"Das war das schlechteste Spiel von uns in dieser Saison. Leider zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt", sagte Milan Macvan, der hinter Devin Booker (17 Punkte, 11 Rebounds) mit 14 Zählern noch bester Werfer der Bayern war.

Für die wird es nun nicht leichter, das Viertelfinale des zweitwichtigsten europäischen Klubwettbewerbs zu erreichen, denn die weiteren Gegner, Lietuvas Rytas Vilnius (kommt am 10. Januar in den Audi Dome) und Zenit St. Petersburg gelten als stärker als die Eurocup-Debütanten aus Turin. "Wir müssen nun zusammenrücken, neue Energie finden", sagte Macvan.

Oder alte Energie, die den FC Bayern im Herbst 2017 so erfolgreich gemacht hat.