71,5 Millionen Euro teuer Steinhausen: Abstellgleise für die Zukunft

Und los: Bayerns Bahn-Chef Klaus-Dieter Josel, Bürgermeister Josef Schmid und Verkehrsminister Joachim Herrmann. Foto: Mühlthaler

Die Anlage der S-Bahn wird erweitert – ein entscheidender Schritt auch für eine funktionierende zweite Stammstrecke.

Steinhausen -  Der Startschuss für ein wichtiges Projekt zur Ertüchtigung der Münchner S-Bahn ist gefallen: Am Mittwoch wurde der symbolisch erste Spatenstich für die Erweiterung der S-Bahn-Abstellanlage Steinhausen gemacht.

Wenn man "Abstellgleis" hört, weckt das nicht gleich positive Assoziationen. Dennoch, die sechs zusätzlichen Abstellgleise für S-Bahnzüge, die nun an der Abstellanlage Steinhausen geschaffen werden, sind eine Investition in die Zukunft.

Ist erst mal die zweite Stammstrecke fertig, sollen auch wesentlich mehr S-Bahnen fahren, verspricht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). "Um Platz für zusätzliche Züge zu schaffen, erweitern wir die zentrale Abstellanlage im S-Bahn-Netz", so Herrmann.

Auch Bürgermeister Josef Schmid (CSU) freute sich "über den heutigen Baubeginn für ein Projekt, das die Münchner S-Bahn leistungsfähiger macht". 22 zusätzliche Züge finden künftig Platz. Dafür allerdings muss die Trasse der S8 zwischen Leuchtenbergring und Daglfing um einige Meter nach Süden auf die Fläche des ehemaligen Rangierbahnhofs Berg am Laim verlegt werden.

Rund 71,5 Millionen Euro wird die Maßnahme kosten, finanziert wird sie zu 96 Prozent vom Freistaat Bayern im Rahmen des Gemeinde-Verkehrsfinanzierungsgesetzes. "Eigentlich zahlt der Freistaat, andere leisten kleine Eigenbeiträge", so Joachim Herrmann. "Hier wird demonstriert, dass trotz zweiter Stammstrecke massiv ausgebaut wird!" Es könne zügig vorangehen, Anwohnerproteste seien hier nicht zu erwarten.

Gebaut wird aber jetzt noch nicht – die Markgraf GmbH & Co KG macht das Gelände erst mal frei. Und so konnten die Spatenstich-Redner erst starten, als drei mit alten Eisenbahnschwellen beladene Laster vorbeigerollt waren. Bis Jahresende sollen diese Arbeiten fertig sein.

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