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59 Prozent mehr Wohnen: Nirgends so teuer wie in München

jam, vom 04.01.2012 16:21 Uhr
Wohnen in München ist reinster Luxus. Foto: Martha Schlüter
Wohnen in München ist reinster Luxus. Foto: Martha Schlüter
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59 Prozent! So viel Miete mehr zahlen Münchner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Das belegt der neue Mietspiegel-Index .

München - Es dürfte die Menschen in München wenig trösten, dass die durchschnittliche Miete in Bayern im vergangenen Jahr nur um 0,5 Prozent gestiegen ist, bundesweit aber im Durchschnitt um ein Prozent. Denn wer in München wohnt, der zahlt durchschnittlich sagenhafte 59 Prozent mehr für seine Wohnung als der Bundesschnitt. Das belegt der Mietspiegel-Index des Forschungsinstitutes „F+B“.

319 deutsche Städte mit mindestens 20.000 Einwohnern hat das Institut dafür verglichen. Entweder erfasst der städtische Mietspiegel empirisch die Daten von Vermietern oder ist das Ergebnis einer Expertenrunde aus Mietern, Vermietern und der Kommune. Der Mietspiegel-Index von „F+B“ hat sich eine durchschnittliche Wohnung zur Grundlage genommen: 65 Quadratmeter in normaler Wohnlage mit WC, Bad, Dusche und Sammelheizung. Der Bundesdurchschnitt für eine solche Wohnung liegt bei 6,04 Euro Miete pro Quadratmeter. Für München hat das Institut 9,58 Euro ermittelt.

Der Wert ist zwar der höchste in Deutschland, mag einem Münchner aktuell fast günstig vorkommen. Das liegt daran, dass bei diesem Index auch Bestandsmieten berücksichtigt werden. Tatsächlich sind in München bei Neuvermietungen Quadratmeterpreise um 14 Euro nicht mehr selten. Zum Vergleich: Ein Erfurter zahlt einen Quadratmeterpreis von 5,98 Euro.

Die Städte mit den höchsten Mieten liegen fast alle in Süddeutschland. „Die Mietentwicklung in diesen Städten zeigt zugleich ihre Wirtschaftskraft an“, sagt der Geschäftsführer von „F+P“, Michael Clar. Die florierende Wirtschaft ziehe mehr Arbeitskräfte in die Region: Die Nachfrage steigt – und damit auch die Mieten.

 

Die Teuer-Top-Ten

1. München 159

 

2. Germering 142
3. Leinfelden-Echt. 131
4. Stuttgart 131
5. Dachau 130
6. Köln 129
7. Tübingen 127
8. Frankfurt a. M. 124
9. Ditzingen 123
10. Fellbach 123

Index: 100 = Durchschnittsmiete in Deutschland.

 

 

Kommentare (5)
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JAN
04
23:14 Uhr, geschrieben von soso
Gier
"Die Nachfrage steigt – und damit auch die Mieten" ... und die Gier von vielen nimmersatten Immobilienbesitzern und Spekulaten, die es schaffen, mit Hilfe von makelnden Gesellen auch noch die allerletzte Schrottimmobilie im "allerletzten Viertel" als trendig und somit überteuert zu vermieten oder zu verkaufen. Man ist ja so dankbar, bei großer Wohnungsknappheit aus dem letzten Loch im letzten Loch zu pfeiffen.
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JAN
04
19:16 Uhr, geschrieben von Alf
Viertei in Verruf gebracht
Wie man das Frauenholz sprich Hasengebirge erst in verruf bringen konnte, um billige Wohnungen für die dort bislang in Barraken Lebenden zu bauen kann kann ich nicht nachvollziehen. Anders sieht es in Perlach aus, als die Neue Heimat 1965 dort zu bauen anfing war das noch eine brauchbare Gegend, inzwischen muß man dort zwangseingewiesen werden
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JAN
04
17:53 Uhr, geschrieben von Münchner
Situation gewollt??
Liebste Stadtregierung warum kommt der Wohnungsbau nur so schleppend voran? Es sieht ja schon fast danach aus als ob diese Situation gewollt herbeigeführt wird! Was steckt da denn für ein Gedanke dahinter? Es kann doch nicht so schwer sein einmal ein paar neue Siedlungen zu bauen in denen ein paar Tausend Leute günstig unterkommen können..
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