Der In-Club „Baby!“ muss evakuiert werden. Der Disko-Chef Nikias Hofmann ist stinksauer – und bietet 500 Euro Belohnung.

München - Samstag, 1.45 Uhr, der In-Club „Baby!“ ist rappelvoll – doch von einer Sekunde auf die andere wird vielen von den über 200 Gästen schrecklich übel. Der ganze Laden muss evakuiert werden! Das Partyvolk steht draußen am Maximiliansplatz und versteht die Welt nicht mehr – was ist da los?

Der Grund für das ungeplante Party-Ende: eine Stinkbomben-Attacke. An fünf Stellen wurden Ampullen mit Buttersäure ausgeschüttet. Kleine Flecken lassen später darauf schließen. Über eine Stunde dauert es, mit einem Gegenmittel den ekelhaften Geruch zu neutralisieren.

Club-Chef Nikias Hofmann ist – dem Anlass entsprechend – stinksauer. Mir sagt er am Telefon: „Das ist kein Kinderwitz, das ist richtig widerlich! Damit ruiniert man jede Party. Da hat es jemand gezielt auf uns abgesehen.“ Von den Tätern fehlt jede Spur. Aber sie meinen es ernst. Bereits am Freitag zuvor war dort um 1.30 Uhr eine Stinkbombe gezündet worden. Und auch vor einiger Zeit, als DJ Westbam auflegte, gab es Stinkbomben-Alarm um Punkt ein Uhr.

Nikias Hofmann war bei der Polizei und hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet: „Das ist ruf- und geschäftsschädigend. Dazu der Gewinnverlust. Wer so etwas macht, ist kriminell.“ Über das Motiv kann er nur spekulieren. Dafür bietet Nikias Hofmann jetzt 500 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise.

Milchbar-Boss Florian Faltenbacher ist ihm schon zur Seite gesprungen und bietet ebenfalls 500 Euro. An diesem Wochenende werden im „Baby!“ die Zahl der Security-Leute erhöht und sporadische Kontrollen stattfinden. Die Party muss ja weitergehen.