30. Runde der Bundesliga Keller-Gewusel: Die halbe Liga im Abstiegskampf

Stark abstiegsbedroht ist Mainz 05 (l. Andre Ramalho), das in München gastiert. Das Hinspiel gewannen Philipp Lahms (M.) Bayern mit 3:1. Foto: dpa

Mainz 05 steckt vor seinem Gastspiel beim FC Bayern in argen Abstiegsnöten, wie die halbe Liga. Von Eintracht Frankfurt bis zum SV Darmstadt 98 – die AZ beleuchtet die Situation im Abstiegskampf.

München - Auf Madrid folgt Mainz, auf den schmerzhaften K.o. in der Königsklasse die Therapiesitzung in der Bundesliga. Doch während die 90 Minuten in der Allianz Arena für den FC Bayern nach dem kräfteraubenden, mental wie körperlich auszehrenden Match im Bernabeu eher lästige Pflicht sind, könnte genau das die Chance für den FSV Mainz sein. Denn die 05er sind im Abstiegskampf dringend auf Zähler angewiesen, sie stehen auf Platz 15, punktgleich mit dem FC Augsburg, der den Relegationsplatz belegt.

Mainz-Trainer Martin Schmidt erwartet dennoch am Samstag (15.30 Uhr/Sky, Liveticker auf az-muenchen.de) kein leichteres Spiel in der Allianz Arena. „Sie werden eine Truppe auf Top-Niveau haben, die uns vor eine höchste Herausforderung stellen wird“, sagte er, „es wäre fatal, auf einen müden Gegner zu hoffen.“

Dabei könnte Schmidt eigentlich verhalten optimistisch sein, denn seit der FC Bayern seine Heimspiele in der Allianz Arena austrägt, gewann nur Borussia Dortmund häufiger (dreimal) in Fröttmaning als der FSV Mainz 05 (zweimal). Mainz ist auch die letzte Bundesliga-Mannschaft, die in München gewonnen hat. Zuletzt siegte Mainz zu Hause gegen Hertha BSC mit 1:0, ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf war das aber nicht.

Abstiegskampf: Nur zehn Punkte zwischen Platz zehn und 16

Selten ging es im Liga-Keller so eng zu wie in diesem Jahr. Zwischen dem Tabellenzehnten Eintracht Frankfurt und dem 16. FC Augsburg liegen nur sechs Punkte. Die AZ zeigt die Situation im Keller:

Eintracht Frankfurt (38 Punkte): Nichts geht mehr für die Eintracht. Die Hessen, nach der Hinrunde Sechster, holten in den vergangenen zehn Spielen gerade einmal drei Unentschieden, erzielten nur vier Tore. Mit einem Sieg gegen Augsburg wären sie aber alle Sorgen los. „Wir wollen den ersten Matchball nutzen“, sagte Trainer Niko Kovac.

FC Schalke 04 (37): Nach dem bitteren Europapokal-K.o empfängt Schalke am Sonntag RB Leipzig. „Das müssen wir jetzt erstmal verdauen“, sagte Trainer Markus Weinzierl.

Bayer Leverkusen (36): Auch unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut gelang die Wende nicht (nur ein Sieg). Am Sonntag in Freiburg könnte der zuletzt verletzte Torjäger Chicharito (zehn Treffer) den lahmen Bayer-Sturm (zuletzt zweimal torlos) beleben. Mit einem Sieg könnte Leverkusen sogar noch auf den Europapokal hoffen.

VfL Wolfsburg (33): „Wir haben alles selber in der Hand“, sagt Trainer Andries Jonker. Doch das Restprogramm ist schwer: Nach dem Spiel bei Hertha BSC geht es gegen den FC Bayern, nach Frankfurt, gegen Gladbach, nach Hamburg.

Hamburger SV (33): Mit einem Heimsieg gegen Darmstadt könnte sich der heimstarke HSV (zuletzt sieben Heimsiege in acht Spielen) von der Abstiegszone absetzen. „Wir stellen uns darauf ein, dass es bis zum letzten Spieltag geht“, sagt Trainer Markus Gisdol.

FC Augsburg (32): Der Zittersieg gegen den 1. FC Köln (2:1) soll einen neuen Schub im Abstiegskampf bringen. Doch in Frankfurt muss Augsburg auf die verletzten Ja-Cheol Koo, Jan Morávek, Raúl Bobadilla und Caiuby verzichten. Alfred Finnbogason und Dominik Kohr sind gesperrt.

FC Ingolstadt (28): Das Spiel gegen die seit neun Spielen ungeschlagenen Bremer „wird für uns wie ein Finale“, sagt Mittelfeldmotor Almog Cohen. Die 0:3-Pleite beim VfL Wolfsburg soll – und muss – nach zuvor neun Punkten in drei Spielen ein Ausrutscher bleiben.

SV Darmstadt 98 (18 Punkte): Für die Lilien (auswärts noch kein Punkt) ist die Sache klar: Verlieren sie beim Hamburger SV, stehen sie als erster Absteiger fest.

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