293 Eigentumswohnungen Eine Kleinstadt: Pläne zum neuen Stadtquartier

Zehn Stockwerke hoch wird das Hochhaus des Bauträgers MünchenBau, das im neuen Stadtquartier in Pasing-Obermenzing gebaut werden soll. Foto: MünchenBau, Pandion, Baywobau

5.500 Menschen sollen im neuen Stadtquartier an der Paul-Gerhardt-Allee einziehen. Die AZ hat sich die Pläne angesehen.

Pasing-Obermenzing - Bis zum Jahr 2022 wollen vier Bauherren und Investoren hier rund 2.400 Wohnungen entstehen lassen. "Hier wird eine komplette Kleinstadt aus dem Boden gestampft", sagt Reinhold Raster, Leiter der München-Niederlassung des Bauträgers Pandion Real Estate.

Bis vor ein paar Jahren waren hier Großmärkte wie Metro und Praktiker ansässig. Nun sollen auf der 33 Hektar großen ehemaligen Gewerbefläche außer den Wohnungen eine Grundschule, mehrere Kinderbetreuungseinrichtungen und Räume für den Einzelhandel entstehen. Die denkmalgeschützte Eggenfabrik bleibt auf dem Gelände erhalten. Hier soll eine Trend- und Actionsportstätte einziehen. Zudem sollen auf einer Fläche von knapp zehn Hektar öffentliche Parkanlagen integriert werden.

Der Projektentwickler Pandion baut insgesamt 293 Eigentumswohnungen mit einer Größe zwischen 45 und 120 Quadratmetern. Die Fassade der Gebäude soll durch einen zweigeschossigen Sockel aus grauen Klinkerriemchen geprägt werden. Der geplante Baubeginn: im August dieses Jahres.

Der Bauträger München-Bau hingegen hat bereits Anfang Juli mit den Bauarbeiten begonnen. Zehn Stockwerke bekommt das Hochhaus am Eingang des neuen Stadtquartiers. MünchenBau-Geschäftsführer Friedrich Neumann schwärmt vom "Belvedere als Eingangstor" und vom grünen Innenhof, der "ein schönes Entree für die Bewohner" werden soll. Laut Neumann ist die Nachfrage bereits groß und es lägen bereits 40 Reservierungen für Wohnungen vor.

Die Bauträger Bayerische Landessiedlung und Berdux Liegenschaften planen gemeinsam 230 Miet- und Eigentumswohnungen. "Unsere 130 Eigentumswohnungen werden sich auf acht Häuser verteilen", erklärt Andreas Bauch, Geschäftsführer der Bayerischen Landessiedlung.

Die Lage ist der Pluspunkt

Der Bauherr Baywobau will 460 Wohnungen auf zwei Baufeldern entstehen lassen. Für Baywobau-Vorstand Alexander Hofmann liegt ein großer Pluspunkt des neuen Stadtquartiers in seiner Lage. "Mit der S-Bahn ist man schnell in der Innenstadt", erklärt er. Mit dem Auto erreiche man zudem schnell die A8 und den Mittleren Ring. Die Zufahrtsstraßen sollen zudem verbreitert werden. "Ob ein zusätzlicher S-Bahn-Halt eingebaut wird, liegt bei der Bahn und der Stadt", so der Baywobau-Vorstand weiter.

Die von der Stadt München geforderten 30 Prozent für sozial gebundenen Wohnungsbaus werden im neuen Stadtquartier jedoch nicht erreicht werden. "Insgesamt werden wir wohl etwa 20 Prozent geförderten Wohnraum schaffen", so Hofmann.

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