Hertha-Stürmer Ronny war schon im Sommer Thema bei 1860. Sein Berater sagt: "Es muss für alle Sinn machen".

München – In der Hinrunde verdiente die Offensive des TSV 1860 ihren Namen nur ganz selten. Lediglich 15 Tore schossen die Löwen in den 19 Partien bis zur Winterpause, kein anderes Team in der 2. Liga erzielte weniger Treffer. Um diese Schwäche zu beheben und doch noch den Abstieg in die 3. Liga zu verhindern, verpflichteten die Sechzger kürzlich Sascha Mölders vom FC Augsburg. Der erfahrene Angreifer (103 Bundesliga-Spiele, 18 Tore) dürfte den Löwen sofort weiterhelfen.

Und nun geistert ein weiterer prominenter Name über Giesing. Der Brasilianer Ronny von Bundesligist Hertha BSC wird mit den Löwen in Verbindung gebracht. Wie Ronnys Berater Dino Lamberti der „B.Z.“ bestätigte, hatte 1860 bereits im Sommer wegen des Offensivspielers angefragt. Damals sei ein Wechsel in die 2. Liga nicht in Frage gekommen – nun sieht das offenbar anders aus. Ein Leihgeschäft ist anscheinend denkbar.

„Wenn es eine Anfrage gibt, werden wir diese mit Hertha zusammen prüfen. Seine Situation hat sich ja nicht verbessert, sondern eher verschlechtert. Aber ein Wechsel muss für alle Seiten Sinn machen“, sagte Lamberti der „B.Z.“. Ronny hat in der Hinrunde nur 29 Minuten für Hertha in der Bundesliga absolviert, ist unzufrieden. Die Chance für die Löwen?

Finanziell realisierbar wäre ein Wechsel wohl nur, wenn Hertha weiter Ronnys Gehalt zahlt oder Löwen-Investor Hasan Ismaik die Geldstrafe in Höhe von 750 000 Euro, die der klamme Verein wegen Verstößen gegen DFL-Auflagen zahlen muss, übernimmt. Darüber wird in den kommenden Tagen während des Besuchs von Löwen-Präsident Peter Cassalette bei Ismaik in Abu Dhabi entschieden.

Indes wurde bekannt, dass am 28. Januar ein zweiter Grantlerabend stattfindet. Geschäftsführer Noor Basha stellt sich im Löwenstüberl den Fragen der Fans.